Montagmorgen schon brauchten die Wiener starke Nerven im Frühverkehr: Nachdem am Neubaugürtel und in der Rechten Wienzeile alles still stand, behinderten die Demonstranten am Lerchenfelder Gürtel den Straßenverkehr. Während zwei auf die Fahrbahn geklebte Aktivisten von der Straße getrennt wurden, kannte das Hup-Konzert der blockierten Verkehrsteilnehmer keine Grenzen.
Der dritte Klima-Streik innerhalb weniger Stunden brachte das Fass bei einigen Auto- und Lastwagenfahrern zum Überlaufen. Wutentbrannt drückten die Lenker auf die Hupe und ließen ihrem Frust über die Protestanten freien Lauf. Ein Passant sah perplex zu, wie die Einsatzkräfte der Wiener Polizei versuchten, die Aktivisten von der Straße zu "kratzen". "Da hat sich jemand auf die Straße geklebt", lautete das nüchterne Resümee des Wieners.
Zwei Menschen klebten sich mit der Hand auf die Fahrbahn am äußeren Gürtel zwischen der Thaliastraße und der Josefstädter Straße fest. Beide Personen wurden von der Wiener Landespolizei festgenommen und in Polizei-Gewahrsam gebracht.