Flammen, dichter Brandeinsatz und Probleme auf wichtigen Reiserouten: In Friaul-Julisch Venetien kämpfen Einsatzkräfte seit Samstagnachmittag gegen mehrere Waldbrände. Betroffen ist damit auch eine bei Österreichern beliebte Urlaubsregion direkt südlich von Kärnten.
Im Laufe des Samstags verschärfte sich die Situation. Zunächst wurden drei neue Brandherde in den Bergen gemeldet, später kamen weitere Feuer dazu. Besonders angespannt entwickelte sich die Lage im Karstgebiet zwischen Monfalcone und Duino.
Feuerwehrmannschaften aus Monfalcone und Triest rückten mit Tanklöschfahrzeugen aus, um die Flammen zu bekämpfen. Unterstützung kam auch aus der Luft: Der Löschhubschrauber "Drago" der Feuerwehr aus Venedig wurde angefordert.
Auch beim Monte Nero nahe Tarvis standen Einsatzkräfte im Kampf gegen einen Waldbrand. Dort waren Forstkräfte und freiwillige Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt. Ein weiterer Brand wurde aus Selz, einem Ortsteil der Gemeinde Ronchi dei Legionari, gemeldet.
Die Feuer haben auch Folgen für Autofahrer. Am Autobahnknoten Lisert auf der A4 zwischen Venedig und Triest wurden ab dem späten Samstagnachmittag zwei Fahrspuren gesperrt. Damit sollten die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte freigehalten werden.
Auch direkt auf der Autobahn mussten Lenker mit Einschränkungen rechnen. In Richtung Redipuglia wurde eine Fahrspur gesperrt, in der Gegenrichtung war eine Überholspur betroffen.
Zusätzlich wurden die Auffahrten Redipuglia und Villesse in Fahrtrichtung Triest vorübergehend geschlossen. Die Maßnahmen sorgten mitten im starken Reiseverkehr am Wochenende für zusätzliche Behinderungen.
Auch im bei österreichischen Urlaubern beliebten Lignano Sabbiadoro waren Einsatzkräfte gefordert. Dort wurde ein Waldbrand in einem Bereich gemeldet, in dem Vegetation und bebautes Gebiet aufeinandertreffen.
Feuerwehr und kommunaler Zivilschutz rückten zur Brandbekämpfung aus. Während die Einsatzkräfte an mehreren Orten gegen die Flammen kämpften, sorgten die Waldbrände damit nicht nur abseits der Straßen für Probleme. Auch auf der wichtigen A4 mussten Reisende mit Einschränkungen rechnen.