Tödlicher Crash mit Alkolenker

Feuerwehr-Chef getötet – "ganzer Ort tief erschüttert"

Johann P. (56) starb bei einer Kollision mit einem Alkolenker. Der ganze Ort ist tief erschüttert, die Feuerwehr hat die schwarze Fahne gehisst.
Newsdesk Heute
19.07.2026, 10:10
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Bei der Feuerwehr im oberösterreichischen Rain in Esternberg weht die schwarze Fahne. Die Kameraden trauern um Johann P. Der 56-Jährige kam am Donnerstagabend bei einem schweren Motorradunfall ums Leben. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

"Der Tod von Johann reißt ein riesiges Loch. Wir sind alle tief erschüttert", sagt Michael Beham, Kommandant der Feuerwehr Rain zur "Kronen Zeitung". Er hatte erst im Vorjahr das Kommando von dem Verstorbenen übernommen. Zuvor hatte Johann P. die Feuerwehr 17 Jahre lang geleitet.

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Der angesehene 56-Jährige hatte ein wenig kürzer treten wollen, sich aber weiter aktiv bei den Floriani eingebracht. "Ich konnte ihn Tag und Nacht anrufen", schildert Beham weiter.

Nur wenige Meter vor seinem Zuhause

Johann P. war am Donnerstag mit seinem Motorrad auf dem Heimweg von seiner Arbeit bei der Straßenmeisterei. Eigentlich hatte er sich bereits auf seinen freien Freitag gefreut.

Gegen 17.30 Uhr kam ihm auf der Münzkirchner Straße im Bereich der Ortschaft Aug ein 36-jähriger Autofahrer auf der falschen Fahrspur entgegen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde Johann P. von seinem Motorrad gegen eine Gartenmauer geschleudert. Augenzeugen leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten die Einsatzkräfte. Der Schwerverletzte wurde in das Klinikum Passau gebracht. Dort starb er kurz nach der Einlieferung.

Sie kannten sich persönlich

Ein Alkotest beim 36-jährigen Autofahrer ergab 1,34 Promille. Die Polizisten nahmen ihm noch an Ort und Stelle den Führerschein ab. Der Mann soll zudem angegeben haben, zu schnell gefahren zu sein. Er ließ sich freiwillig medizinisch versorgen.

Besonders bitter: Der Autofahrer stammt ebenfalls aus der rund 3.000 Einwohner großen Gemeinde. Die beiden Unfallbeteiligten kannten einander.

"Es trifft uns alle so unmittelbar, es kommt so nahe an uns heran", sagt Bürgermeister Rudolf Haas zur "Krone". Er beschreibt Johann P. als freundlichen, zuverlässigen Familienmenschen. "Was soll oder kann man da sagen? Der ganze Ort ist tief erschüttert."

Johann P. war Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Auch seine Angehörigen sind eng mit der Feuerwehr verbunden. "Das ist eine echte Feuerwehrfamilie", sagt Beham. Sie werden nach dem tragischen Unfall von einem Kriseninterventionsteam betreut.

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