Knappheit bei Versorgung

Feuerwehr liefert 200.000 Liter Trinkwasser

In Reith bei Seefeld drohte ein Trinkwasser-Notstand. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz und konnten die Versorgung sichern.
Newsdesk Heute
02.01.2026, 08:01
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In Reith bei Seefeld musste die Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Großeinsatz ausrücken. Weil die Gemeinde nach Wochen starker Trockenheit ihre Sicherheitsgrenzen unterschritten hatte, mussten die Trinkwasserbehälter aufgefüllt werden.

Am Montag transportierten Feuerwehren aus Tirol und Bayern mit Tankfahrzeugen rund 200.000 Liter Wasser von Seefeld zu den Hochbehältern des Tourismusorts Reith (Bezirk Innsbruck-Land).

"Kritische Lage droht"

"Wir haben am Wochenende festgestellt, dass sich die Hochbehälter nicht mehr im üblichen Ausmaß füllen und errechnet, dass am Montag um 18 Uhr eine kritische Lage droht", so Reiths Bürgermeister Dominik Hiltpolt gegenüber der "Krone".

Anhaltende Trockenheit

Der Bürgermeister nennt drei Gründe für die Zuspitzung: "Einerseits ist natürlich die anhaltende Trockenheit dafür verantwortlich. Dazu kam der hohe Verbrauch in den Hotels und Haushalten an den Feiertagen, außerdem gab es gleichzeitig einen Trinkwasseraustritt aufgrund eines defekten Ventils", erklärt Hiltpolt.

Die Gemeinde reagierte bereits davor und drehte in einzelnen Ortsteilen in den Nächten von Samstag auf Sonntag sowie Sonntag auf Montag den Hahn ab – dort, wo das laut Bericht vertretbar war.

Über zehn Feuerwehren im Einsatz

Für den Transport wurden insgesamt 60 Kräfte von mehr als zehn Feuerwehren eingesetzt, darunter sechs aus Bayern. Am späten Nachmittag startete die Befüllung der Hochbehälter per Tankwagen, ebenfalls mit Unterstützung aus dem Nachbarland.

Die bayerischen Feuerwehren übernahmen den Pendelverkehr von einem Hydranten in Seefeld nach Reith. Dort wurde das Wasser auf kleinere Fahrzeuge umgeladen und über einen Waldweg zum Hochbehälter Feuertal gebracht. Tanklöschfahrzeuge aus Reith, Seefeld und Scharnitz versorgten außerdem den Behälter Wilhelmshöhe – ebenfalls mit Seefelder Wasser. Zusätzlich wurde eine 400 Meter lange, provisorische Trinkwasserleitung von Seefeld hergestellt. Der Einsatz dauerte bis etwa 22.30 Uhr.

In der Nacht füllten sich die Behälter wieder, das defekte Ventil wurde repariert – die kritische Phase war damit vorbei. "Die Hochbehälter sind jetzt wieder bis zu 100 Prozent gefüllt", zeigte sich Bürgermeister Hiltpolt zufrieden.

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