Debatte in Wien-Margareten

"Fleckerlteppich": Gratis-Parken sorgt für Polit-Streit

Gratis-Parken am Samstag: Während der Bezirkschef in Margareten eine Abschaffung befürwortet, warnt der SPÖ-Bezirks-Vize vor Chaos und Nachteilen.
Wien Heute
24.11.2025, 08:21
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Was am Neubau begann, sorgt jetzt in Margareten für ordentlich Zündstoff: Die Abschaffung des Gratis-Parkens am Samstag. Nach dem Vorstoß des Neubauer Bezirkschefs Markus Reiter (Grüne) mischte sich bereits Margaretens grüner Bezirksvorsteher Michael Luxemburger ein – und bekommt nun Gegenwind aus der SPÖ.

Grüner Vorstoß

Luxemburger zeigte sich überzeugt von der Idee seines Kollegen aus dem 7. Bezirk. "Am Wochenende stehen unzählige Lieferwägen im Bezirk herum, die am Montag wieder verschwinden. Das blockiert Plätze für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind", so Luxenberger. Durch eine Ausweitung des Parkpickerls auf den Samstag sollen diese Dauerblockaden verschwinden.

Luxemburger verwies zudem auf Menschen, etwa mit körperlichen Einschränkungen oder familiären Verpflichtungen, die auf das Auto nicht verzichten können. Für sie könnten Anwohnerparkzonen oder ein erweitertes Parkpickerl die Situation verbessern.

SPÖ: "Fleckerlteppich, den niemand versteht!"

Ganz anders sieht das SPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter Christoph Lipinski. Er hält vom Ende des Gratis-Parkens überhaupt nichts. Unterschiedliche Regeln in jedem Bezirk würden einen neuen "Fleckerlteppich" schaffen. Wien habe jahrelang ein einheitliches System aufgebaut – und das solle jetzt leichtfertig zerstört werden, meint er.

Vor allem ältere Menschen oder Bewohner mit Behinderungen seien darauf angewiesen, dass Angehörige sie am Wochenende kostenfrei besuchen können. "Eine Gebührenpflicht würde ausgerechnet jene treffen, die ohnehin schon mobil eingeschränkt sind", so Lipinski.

Kritik geht weiter

Lipinski legt noch nach. Der grüne Bezirkschef habe im Sommer alle Vorschläge für temporäres Anrainerparken blockiert, so Lipinski. Luxemburger habe damals sogar behauptet, Margareten habe "3.000 Parkplätze zu viel". Statt aktiv an Lösungen zu arbeiten, habe der Bezirksvorsteher den ganzen Sommer verstreichen lassen, so die Kritik.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.11.2025, 09:45, 24.11.2025, 08:21
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