Es ist der Albtraum für alle Viehzüchter: Der Neuwelt-Schraubenwurm, ein fleischfressender Parasit, der in den 1960er-Jahren für ausgerottet erklärt worden war, ist zurückgekehrt.
Die Larven dieser Schmeißfliege legen ihre Eier in offene Wunden lebender Tiere und fressen sich dann gnadenlos durch das Gewebe.
In Texas wurde nun der erste dokumentierte Fall einer Schraubenwurm-Infektion bei einem Pferd in den USA bestätigt. Der Parasit war bei einem Arbeitspferd auf einer Ranch im Presidio County aufgetaucht – nachdem im Juni bereits bei einem Kalb nahe der Grenze eine Larve entdeckt worden war.
Nach Angaben von N-TV schmuggeln mexikanische Kartelle Tiere über den Rio Grande nach Texas. Die Schmuggler nutzen dabei dieselben Routen wie für Drogen und Menschen.
Die mexikanische Tiergesundheitsbehörde hat seit 2024 über 2.000 Fälle allein bei Pferden bestätigt.
Experten schätzen, dass ein großflächiger Befall die US-Wirtschaft bis zu 1,8 Milliarden Dollar kosten könnte. Ein zwischenzeitliches Einfuhrverbot für mexikanisches Schlachtvieh hatte die Rindfleischpreise auf Rekordhöhen getrieben.
Die Trump-Regierung hat die Grenze inzwischen teilweise wieder geöffnet – nicht weil die Bedrohung nachgelassen hat, sondern um den US-Verbrauchern Erleichterung zu verschaffen. US-Behörden setzen nun auf sterile Fliegen, die aus Flugzeugen abgeworfen werden, um die Fortpflanzung der Parasiten zu stören.
Nicht nur Nutztiere sind betroffen: Der Schraubenwurm kann auch Wildtiere, Haustiere und in seltenen Fällen sogar Menschen befallen. Die Larven beginnen sofort, sich in das Gewebe einzugraben und sich davon zu ernähren.