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Fliegt Koller nach der Georgien-Partie raus?

ÖFB-Teamchef Marcel Koller ist angezählt. Sitzt im November bereits Sportdirektor Willi Ruttensteiner als Interims-Coach auf der Trainerbank?

Heute Redaktion
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Wie geht es mit Marcel Koller weiter? Bleibt der Schweizer auch über die WM-Qualifikation hinaus Österreichs Fußball-Teamchef? Die Antwort auf diese Fragen werden nach der WM-Quali-Partie gegen Georgien am Dienstag gegeben.

"Danach werden wir uns mit Koller zusammensetzen, weil wir auch nicht wissen, was seine Pläne sind", erklärt ÖFB-Präsident Leo Windtner bei der Ankunft in Wien nach der Wales-Pleite den Fahrplan des Verbandes.

Darf Ruttensteiner ein zweites Mal interimistisch ran?

Fakt ist: Der Vertrag von Koller läuft mit Jahresende aus - nur im Falle einer erfolgreichen WM-Qualifikation hätte sich das mit einer Jahresgage von 1,5 Millionen Euro dotierte Arbeitspapier automatisch bis Ende Sommer 2018 verlängert. Windtner erläutert jetzt, dass man noch vor den letzten WM-Quali-Partien gegen Serbien (6. Oktober) und Moldawien (9.) Oktober Gewissheit in Sachen Teamchef haben will.

Ein mögliches Szenario: Koller wird bereits nach Georgien verabschiedet, Sportdirektor Willi Ruttensteiner übernimmt das Amt interimistisch. Wie bereits 2011, als Didi Constantini vor die Türe gesetzt wurde und Ruttensteiner kurzfristig das Trainer-Zepter schwang.

"Koller hat ein riesiges Feuer in sich"



Doch noch stärkt Windtner Koller öffentlich den Rücken. "Wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben", gesteht der 67-Jährige. "Die Nicht-Qualifikation ist ein Rückschlag, aber nicht so massiv, dass wir von vorne anfangen müssen."

Auch Ruttensteiner schwärmt in den höchsten Tönen von Koller. "Er erreicht die Spieler mit hundertprozentiger Sicherheit", erklärt der Oberösterreicher. "Seine Arbeit ist vielleicht noch akribischer geworden, er hat riesiges Feuer in ihm."

(ak)