Studie lässt FPÖ schäumen

"Flüchtlinge kommen primär nicht wegen der Arbeit"

"Trotz jahrelanger Versorgung im Sozialsystem und teurer Maßnahmen" fasse nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge am Arbeitsmarkt Fuß, so die FPÖ-Kritik.
Niederösterreich Heute
28.04.2026, 16:09
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Eine neue Studie des Österreichischen Integrationsfonds untermauere laut den Freiheitlichen das kolossale Scheitern der "Asylpolitik der Verliererampel".

In einer Aussendung heißt es: "Trotz jahrelanger Versorgung im Sozialsystem und vieler teurer Maßnahmen fasst nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge am Arbeitsmarkt Fuß. Im Jahr nach Abschluss des Asylverfahrens standen von den 2015/16 gekommenen Flüchtlingen nicht mal die Hälfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, vom Jahrgang 2019 nur ein Drittel und aus 2022 lediglich 11 Prozent. Wer da noch von Integration und Bereicherung spricht, verweigert sich der Realität. Viele Flüchtlinge kommen wegen der Sozialleistungen und der tollen Rund-um-Versorgung und nicht wegen der Arbeit", so FPÖ Niederösterreich Asyl- und Integrationslandesrat Martin Antauer zur aktuellen Studie "Erwerbsverläufe von Migrantinnen und Migranten V".

FPÖ Niederösterreich Arbeitsmarkt-Landesrätin Susanne Rosenkranz verwies vor allem auf die massiven Defizite bei der Arbeitsmarktintegration von Frauen: "Die Situation bei weiblichen Asylmigranten ist erschütternd. Von jenen Frauen, die 2015/16 nach Österreich kamen und im Land blieben, waren nach fünf Jahren nur 18 Prozent, bei jenen aus 2019 nur 28,3 Prozent erwerbsintegriert."

Diese Studie beweise erneut, "dass die freiheitliche Position stets die richtige war: übermäßig viele Zuwanderer befinden sich dauerhaft in unserem Sozialsystem statt in Beschäftigung. Die versprochenen Fachkräfte bleiben seit über 11 Jahren aus. Kursteilnahme ist noch lange keine gelungene Integration – zumal viele der Teilnehmenden ausbildungsschwach sind, teils überhaupt nicht alphabetisiert, und es daher übermäßig viel Geld braucht, um überhaupt erst die notwendigen Grundvoraussetzungen für diese Maßnahmen zu schaffen", relativiert Rosenkranz die stark steigende Teilnahme an AMS-Maßnahmen.

"Belastungen steigen"

Kritisch sehen beide FPÖ-Landesräte auch die Entwicklung in den Ballungsräumen. Gerade Wien werde als Negativbeispiel entlarvt. "Viele Zugewanderte bleiben dort lange in der Sozialhilfe und arbeiten deutlich seltener. Statt den Fachkräftemangel zu lindern, verschärft sich die Lage weiter. Gleichzeitig steigen die Belastungen für Sozial- und Gesundheitssystem. Das zeigt klar: Die aktuellen Regeln setzen falsche Anreize. Wo sich Zuwanderung konzentriert, wachsen die Probleme", so Antauer und Rosenkranz.

Für Antauer und Rosenkranz zeigt auch der Vergleich mit anderen Zuwanderungsgruppen ein eindeutiges Bild: Regulär zugewanderte Drittstaatsangehörige würden deutlich rascher Arbeit finden. "Der Unterschied ist offensichtlich: Arbeitsmarktorientierte Zuwanderung ist etwas völlig anderes als Zuwanderung über den Weg des Asyls. Wer das weiter vermischt, betreibt bewusste Täuschung und schadet unseren fleißigen Landsleuten, die unser System aufrechtzuhalten", so Antauer und Rosenkranz unisono, die einen "Kurswechsel" in der Asylpolitik fordern.

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