Brutaler Überfall in Hainburg an der Donau: Ein zunächst unbekannter Mann betrat am 17. März kurz vor 22 Uhr eine Tankstelle im Bezirk Bruck an der Leitha. Er war nicht maskiert, kaufte zuerst mehrere Artikel – doch dann eskalierte die Situation plötzlich.
Als die Angestellte die Kassa öffnete, zog der Mann eine silberne Faustfeuerwaffe aus seiner Umhängetasche. Er bedrohte die Frau, forderte Bargeld und griff kurzerhand selbst in die Kassenlade. Danach drängte er die Angestellte in den Lagerbereich.
Dort fesselte er sein Opfer mit mitgebrachten Kabelbindern an einen Spülkasten. Trotz der Fesselung gelang es der Frau, eine Kollegin telefonisch über den Raub zu informieren. Die alarmierte sofort die Polizei. Die erste Fahndung blieb allerdings erfolglos.
Ermittler konnten schließlich einen 41-jährigen Slowaken als Verdächtigen ausforschen. Gegen ihn wurde ein Europäischer Haftbefehl erlassen. Am 26. März klickten in der Slowakei die Handschellen, auch die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt.
Wie jetzt bekannt wurde, wurde der Mann am 23. April nach Österreich ausgeliefert. Bei der Einvernahme gestand er den Raubüberfall sowie die Freiheitsentziehung. Doch damit nicht genug: Auch zwei Einbruchsdiebstähle in Kerzenautomaten am Friedhof in Bruck an der Leitha im Jahr 2023 soll er zugegeben haben.
Der 41-Jährige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Ermittlungen zu ähnlichen Fällen laufen weiter. Die Tankstellen-Angestellte wurde bei dem Überfall im März nicht verletzt, erlitt aber einen schweren Schock.