Riesiger Rettungseinsatz

Flüchtlings-Tragödie am Balkan! Mehrere Tote befürchtet

Nach einem Rettungseinsatz im kroatisch-bosnischen Sumpfgebiet wird befürchtet, dass mehrere Migranten auf der Balkanroute ums Leben gekommen sind.
Newsdesk Heute
01.04.2026, 14:08
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Im sumpfigen Grenzgebiet zwischen Kroatien und Bosnien läuft ein Großeinsatz von Rettungskräften, begleitet von der Sorge, dass für einige Menschen jede Hilfe zu spät gekommen sein könnte.

Mehrere Dutzend mutmaßliche Migranten hatten offenbar versucht, über die Balkanroute in die Europäische Union zu gelangen, und gerieten dabei in unwegsames Gelände nahe dem Dorf Babina Greda im Südosten Kroatiens.

Rund hundert Einsatzkräfte, darunter Polizisten und Feuerwehrleute, stehen im Einsatz, um die Gruppe zu erreichen. "Das Gelände ist extrem schwierig und undurchdringlich", sagte Innenminister Davor Bozinovic am Mittwoch im Radiosender HRT. Die Rettungskräfte wurden demnach um wurden um 01:42 Uhr nach dem Eingang eines Notrufs verständigt.

Ein Teil der Menschen konnte von den Helfern erreicht werden, gleichzeitig wächst jedoch die Befürchtung, dass andere den Versuch nicht überlebt haben könnten. Einige könnten bei der Überquerung des Grenzflusses Save ums Leben gekommen sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es bisher jedoch nicht. Laut bisherigen Informationen, wurden 30 Menschen aus dem Fluss gerettet. Bei ihnen soll es sich um Flüchtlinge aus Indien, Afghanistan, Pakistan und Bangladesch handeln.

"Das ist eine Situation, mit der wir leider seit Jahren konfrontiert sind," sagte Bozinovic weiter. "Migranten verlieren ihr Leben bei illegalen Grenzübertritten."

Mehr als 400 Todesopfer seit 2014

Kroatien gilt als wichtiges Transitland auf der Balkanroute Richtung Westeuropa, wo es immer wieder zu tragischen Zwischenfällen kommt. 2025 wurden 14 Todesfälle von Migranten in Kroatien registriert, in diesem Jahr waren es bislang zwei. Insgesamt hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) seit 2014 mehr als 400 Todesopfer entlang der Balkanroute dokumentiert.

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