Winter-Hammer schlägt zu

Flüge gestrichen, Schulen dicht! Schnee-Chaos in Europa

Heftige Schneefälle bringen Teile Europas an den Rand des Stillstands: Hunderte Flüge wurden gestrichen, Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 22:04
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Europa versinkt im Schnee: Heftige Wintereinbrüche haben zu massiven Verkehrsproblemen in mehreren Ländern geführt. Tausende Reisende strandeten, Schulen blieben geschlossen, der Flug- und Bahnverkehr kam vielerorts ins Stocken, wie die Nachrichtenagentur "AFP" berichtet.

Besonders hart traf es die Niederlande. Am internationalen Drehkreuz Schiphol in Amsterdam wurden am Montag fast 700 Flüge gestrichen – mehr als die Hälfte der rund 1.200 geplanten Starts und Landungen. Auch der Bahnverkehr war stark eingeschränkt: Die staatliche Bahngesellschaft NS kündigte an, dass am Dienstag in mehreren Landesteilen weniger Züge unterwegs sein würden. In Utrecht blieben mehrere Grundschulen geschlossen. Der Wetterdienst warnte zudem vor Glatteis am Dienstag und weiteren starken Schneefällen am Mittwoch.

Auch Frankreich kämpfte mit den Folgen des Winterwetters. An den Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly mussten Airlines 15 Prozent ihrer Flüge streichen. Verkehrsminister Philippe Tabarot erklärte, die Maßnahmen seien nötig gewesen, um Pisten zu räumen und Flugzeuge zu enteisen. In einer internationalen Mitteilung an Piloten war von "heftigen meteorologischen Phänomenen" die Rede. Der Flughafen Charles-de-Gaulle sollte bis 20 Uhr beeinträchtigt sein, Orly bis 23 Uhr.

Flüge ausgefallen

Schnee und Eis sorgten zudem in der Normandie, der Bretagne und im Großraum Paris für massive Verkehrsprobleme. Die Staus erreichten eine Gesamtlänge von fast 1.000 Kilometern. Der Hochgeschwindigkeitszug TGV musste seine Geschwindigkeit deutlich reduzieren, in Paris wurde der Busverkehr komplett eingestellt, mehrere Straßenbahnlinien waren außer Betrieb. In 26 Départements galt wegen Schnee und Glätte die Warnstufe Orange.

In Großbritannien traf es vor allem Schottland, Nordirland und Teile Nordenglands. An Flughäfen wie Aberdeen, Inverness, Belfast, Liverpool und Manchester fielen zahlreiche Flüge aus. In Shap im Nordwesten Englands sank die Temperatur auf minus 10,9 Grad, für die Nacht auf Dienstag wurden bis zu minus zwölf Grad erwartet. In Tomintoul nahe Inverness fielen bis zu 52 Zentimeter Schnee.

Zahlreiche Schulen geschlossen

Die Folgen waren auch im Alltag spürbar: In Nordirland blieben 212 Schulen geschlossen, auch in Schottland, Wales und Nordengland kam es zu Unterrichtsausfällen. Der britische Pannendienst AA meldete einen Anstieg der Einsätze um 40 Prozent. Die Polizei in Schottland warnte Autofahrer eindringlich davor, gesperrte Straßen zu befahren.

Auch der internationale Zugverkehr litt. Eurostar riet Reisenden zwischen London und den Niederlanden, ihre Fahrt zu verschieben. Die Züge könnten wegen der Wetterlage nur bis Brüssel fahren, da der Verkehr in den Niederlanden "heute eingestellt" werde.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.01.2026, 22:04
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