Nach dem Flammeninferno zu Silvester in Crans-Montana herrscht weiter Fassungslosigkeit. Die Behörden haben inzwischen alle 40 Todesopfer identifiziert. Mehrere Überlebende kämpfen laut "20 Minuten" noch immer in Spitälern in der Schweiz und im Ausland um ihr Leben.
Unter den Verstorbenen, die beim Brand im Skiort ums Leben gekommen sind, waren viele Jugendliche. Zwei davon, Alicia (15) und Diana (14), waren Schwestern aus der Region Lausanne. Wie das jüdische Wochenmagazin tachles.ch berichtet, hatten die beiden eine sehr enge Beziehung. Nach dem Brand hatte die Familie noch gehofft, zumindest eines der Mädchen könnte das Inferno überlebt haben.
Jetzt ist es traurige Gewissheit: Beide Mädchen sind tot. Die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz ist tief betroffen. Auch ein 15-jähriges Mädchen mit israelischer, britischer und französischer Staatsbürgerschaft ist unter den Opfern.
Laut Gesetz dürfen sich Jugendliche unter 16 Jahren nach 22 Uhr nur in Begleitung eines gesetzlichen Vertreters oder einer bevollmächtigten Person in Bars aufhalten. Für die Alterskontrolle ist der Inhaber verantwortlich.
Ob die acht Todesopfer unter 16 Jahren in Begleitung waren, ist laut Staatsanwältin Beatrice Pilloud noch unklar. Sicher ist aber: Im Fall der verstorbenen Schwestern waren die Eltern in der Unglücksnacht nicht im "Le Constellation". Wie die Minderjährigen überhaupt in die Bar kamen, sollen die laufenden Ermittlungen klären.
Für viele der jungen Gäste wurde der Türsteher des Lokals zum Lebensretter. Wie serbische Medien berichten, arbeitete Stefan (31) am Eingang, als das Feuer ausbrach. "Als die ersten Gäste ihm erzählten, was vorgefallen war und dass es brannte, ging er hinein und schob mehrere Teenager hinaus, dann ging er wieder hinein und geriet während dieser Rettungsaktion irgendwie in die Falle", schilderte sein Cousin dem Sender RTS.