Foda erklärt Pleite: "Gut bis 20 Meter vor dem Tor"

Franco Foda
Franco FodaGepa
ÖFB-Teamchef Franco Foda ist angezählt. Österreichs Team verlor in der WM-Qualifikation gegen Schottland mit 0:1. Der Coach wirkte ratlos.

Nach der zweiten Niederlage in nur vier Tagen wirkte der ÖFB-Teamchef sichtlich angeschlagen, hatte selbst keine Erklärung, warum es gegen biedere Schotten nicht mehr Kreativität im Angriffsspiel gab. 

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"Das sehe ich nicht so"

"Wir haben eigentlich gut angefangen, waren 25 Minuten gut im Spiel, hatten die eine oder andere Torschussmöglichkeit. Nach dem 0:1 haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren. In der zweiten Halbzeit hat uns dann der letzte Pass gefehlt, konnten wir uns über die Flügel nicht durchsetzen, wir waren zu wenig auf den Endzweck aus", erklärte der Deutsche. 

Auffällig dabei: Die Spieler hatten nach der Pleite noch die fehlenden Lösungen im Offensivspiel kritisiert. Nach dem Seitenwechsel spielten David Alaba und Co. viele hohe Flanken in den Strafraum. Gegen die robuste Schottland-Verteidigung jedenfalls nicht das richtige Mittel. Foda hatte dies allerdings anders gesehen: "Wo haben wir mit vielen hohen Bällen agiert? Mit langen Bällen, das sehe ich nicht so", so der 55-Jährige. 

Doch woran hat es dann gelegen? "Wir waren gut bis 20 Meter vor dem Tor. Dann haben wir nicht die richtige Entscheidung getroffen, waren im Strafraum zu kompliziert", meinte Foda weiter. 

Analyse "ohne Populismus"

Der Deutsche hatte "Foda Raus"-Rufe und Pfiffe abbekommen. Dies habe ihn allerdings nicht beschäftigt, meinte der 55-Jährige. "In erster Linie habe ich mich mit der Mannschaft beschäftigt, hab mir Gedanken gemacht, wie man das Spiel verändern kann", so Foda. 

Innerhalb von nur einer Woche hat das ÖFB-Team nun den Kredit bei den Fans verloren. "Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Phase, da müssen wir durch, aber wir werden weiter an uns glauben. Sieben Punkte aus sechs Spielen sind aber schon zu wenig, da haben wir uns mehr ausgerechnet", meinte der Teamchef, der den Lehrgang nun nach einigen Tagen analysieren möchte. "Ohne Populismus", wie Foda unterstrich. "Ich konzentriere mich auf meine Arbeit, gebe für das Team alles. Alles andere kann ich nicht beeinflussen." 

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