Foda-Wut über Mählich: "Kann ich nicht nachvollziehen"

Franco Foda
Franco FodaGepa
Der Gruppensieg für Österreichs Nationalteam ist so gut wie weg. In der WM-Qualifikation setzte es eine 2:5-Niederlage in Israel. 

Dadurch ist Tabellenführer Dänemark enteilt, liegt bereits acht Punkte vor der Elf von Franco Foda. Der Gruppensieg, der das direkte WM-Ticket bringen würde, ist also nicht mehr in Reichweite. 

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"Zu viele Fehler"

Weil Österreich nach 2019 neuerlich in Israel unter die Räder kam, die eigenen Torchancen liegen ließ und katastrophale Fehler in der Abwehr machte, die Israelis zu Toren einlud. "Wir waren eigentlich gut im Spiel, sind dann aus dem Nichts mit 0:1 in Rückstand geraten, hatten viele Tormöglichkeiten, dann aber viele Fehler begangen und wurden ausgekontert", analysierte der Deutsche die zweite herbe Pleite in der WM-Qualifikation nach der 0:4-Abfuhr gegen Dänemark nüchtern. 

Manor Solomon (5.), Munas Dabbur (20.) und Eran Zahavi nach einem schweren Patzer von Aleks Dragovic (33.) hatten für die Israelis getroffen, Christoph Baumgartner (42.) und Marko Arnautovic mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung (55.) neue Hoffnung aufkeimen lassen, ehe Shon Weissman nach Ballverlust von Alessandro Schöpf (58.) und neuerlich Zahavi (90.) alles klarmachten. "Wir haben in der Halbzeit daran geglaubt, das Ding drehen zu können. Dann wieder ein individueller Fehler und wir sind mit 2:4 in Rückstand geraten. Es waren zu viele Fehler", ärgerte sich Foda. 

"Keine Ausreden suchen"

Trotzdem wollte der Deutsche seinem Team keinen Vorwurf machen. "Ich denke, die Mannschaft hat über 90 Minuten alles versucht, individuelle Fehler werden dann bitter bestraft. Es hätte schnell in beide Richtungen gehen können", so der 55-Jährige weiter, betonte: "Es gibt mehrere Faktoren: eine kurze Vorbereitung, einige Spieler fehlen. Aber wir wollen nicht nach Ausreden suchen. Wir hatten mehrere Chancen, dann könnte das Spiel in unsere Richtung laufen."

Foda ärgert System-Frage

Bei der Frage nach dem Spielsystem zeigte sich Foda im "ORF" jedenfalls allergisch. Der Deutsche hatte die ÖFB-Auswahl im 3-4-3 aufgeboten, zur Pause dann auf eine Viererkette umgestellt. "ORF"-Experte Roman Mählich hatte die häufigen Systemwechsel kritisiert, gefordert, dass Österreichs Team bei einer Variante bleiben solle. 

"Die Aussagen kann ich nicht nachvollziehen. Er war ja selbst auch Trainer. Wenn man gesehen hat, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, da war Harmonie, wir haben viele Möglichkeiten rausgespielt. Es lag sicher nicht am System", zeigte sich Foda verschnupft. 

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