Brasiliens Superstar Neymar übte nach seiner Gala in Wien harte Kritik an der für ihn überharten Gangart der ÖFB-Elf. Teamchef Franco Foda widerspricht ihm.
Wie kann es anders sein, beim Testspiel-Hit Österreich gegen Brasilien (0:3) stahl wieder einmal Superstar Neymar allen anderen die Show. Die Fans der "Selecao" verzückte der 26-Jährige mit einem Traumtor, bei dem er zuerst Aleks Dragovic nach allen Regeln der Kunst "vernaschte". Die rot-weiß-roten Anhänger und auch die ÖFB-Elf erzürnte er hingegen mit seinen Flugeinlagen nach jeder kleinsten Berührung.
Neymar selbst hat eine ganz andere Wahrnehmung. "Das war heute Vorbereitung auf die UFC", kritisierte er in Anspielung auf die harten Kämpfe im Mixed-Martial-Arts.
"Wir haben ganz normal gespielt"
Das lässt Teamchef Franco Foda so nicht auf sich sitzen. "Ich glaube, dass es nichts Außergewöhnliches war, was auf dem Spielfeld passiert ist", konterte der Deutsche auf der Pressekonferenz (siehe Video oben) am Tag danach. "Wir wollten dem Gegner alles abverlangen, aggressiv spielen und ich glaube, dass gerade meine Spieler nicht dafür bekannt sind, überhart zu spielen. Wir haben ganz normal gespielt und das erwartet ihn bei der WM auch."
Im Gegensatz zu seinen Spielern und TV-Experte Herbert Prohaska, die sich über Neymars vermeintliche "Fall-Sucht" fürchterlich aufregten (hier geht's zur Story), zeigte Foda aber auch etwas Verständnis für Brasiliens Ausnahmekönner. "Man muss Neymar vielleicht auch ein Stück weit verstehen. Er hat eine schwierige Verletzung hinter sich über einige Monate. Da hat man dann in gewissen Situationen vielleicht eine andere Sichtweise."
(red.)