"Türken-Botschafter mit 'Orient Express' ausweisen"

FPÖ-Gemeinderat Leo Kohlbauer
FPÖ-Gemeinderat Leo KohlbauerDenise Auer
Angesichts der jüngsten Vorfälle in Wien, bei denen Kurden und Türken aneinandergeraten waren, meldet sich nun die Wiener FPÖ zu Wort. 

Die FPÖ attackiert den türkischen Botschafter. Die Debatte rund um die jüngsten Vorfälle in Wien-Favoriten, bei denen kurdische Aktivisten von türkischen oder türkischstämmigen Nationalisten attackiert worden waren, ist um eine Facette reicher. In einer Aussendung bezeichnet der Wiener Landtagsabgeordnete Leo Kohlbauer (FPÖ) die Aussagen von Botschafter Ozan Ceyhun eine "unfassbare Frechheit". 

"Anstatt sich für das schlechte Benehmen großer Teile seiner Community zu entschuldigen, redet er lieber die Grenzüberschreitungen klein und hetzt gegen unsere Polizei und die Bundesregierung", ärgert sich der Politiker. Ceyhun müsse sofort zur "Persona non grata" erklärt werden. Der Umstand, dass Ceyhun vor einigen Jahren für die SPD im Europaparlament saß, nutzt Kohlbauer für einen Rundumschlag auch gegen die Sozialdemokratie, die mit türkischen Nationalisten "packle". 

Der türkische Botschafter in Wien: Ozan Yeyhun
Der türkische Botschafter in Wien: Ozan YeyhunPicturedesk/APA

Verstimmungen auf diplomatischer Ebene

Kohlbauer fordert eine sofortige Entschuldigung für die Aussagen Ceyhuns. Gleichzeitig fordert er die Bundesregierung dazu auf, in dieser Causa ein entschlossenes Auftreten an den Tag zu legen. Wörtlich spricht Kohlbauer davon, dass der Botschafter "mit dem nächsten Orient-Express die Heimreise" antreten solle, würde sich dieser nicht entschuldigen. 

Die Stimmung zwischen Österreich und der Türkei dürfte auf diplomatischem Parkett zur Zeit ein wenig angespannt sein. Zuletzt wurde Ceyhun vom österreichischen Außenministerium vorgeladen. Ziel war es die Türkei davon zu überzeugen, deeskalierend auf die eigene Community in Österreich einzuwirken. Als "Retourkutsche" wurde in weiterer Folge der österreichische Botschafter in Istanbul vorgeladen. Die Türkei kritisierte die österreichische Polizei für deren Vorgehen gegen die teils gewaltbereiten "Grauen Wölfe".

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