Experte Johannes Benigni warnt

"Frage der Zeit, bis ersten Tankstellen Sprit ausgeht"

Führender Erdöl-Experte schlägt Alarm: In Österreich könnte schon bald der Treibstoff knapp werden – erste Engpässe drohen bereits im April.
Wien Heute
31.03.2026, 10:30
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Droht Österreich ein Sprit-Notstand? Einer der führenden Erdölexperten des Landes zeichnet ein düsteres Bild. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis an den ersten Tankstellen der Treibstoff ausgeht. Wahrscheinlich spätestens Ende April. Beharrt die Regierung auf der Margenbeschränkung, kann es auch schon zwei Wochen früher passieren", das sagt Experte Johannes Benigni in den Oberösterreichischen Nachrichten.

Grund dafür ist die angespannte Lage am Weltmarkt. Versorgungsprobleme, die es bereits in Südasien gibt, könnten laut Einschätzung bald auch Europa erreichen. Besonders kritisch ist die Situation beim Diesel: Österreich ist hier stark abhängig von Importen.

Zwei Drittel des Diesels müssen aus dem Ausland kommen. Doch genau hier gibt es Probleme. Über wichtige Routen wie die Slowakei und Ungarn ist der Import bereits eingeschränkt, weil auch dort die Versorgung unter Druck steht. Ähnlich sieht es beim Heizöl aus - auch hier werden rund 65 Prozent importiert.

"Warnsignale"

Die Branche selbst schlägt ebenfalls Alarm. Hinter vorgehaltener Hand ist von "ernsthaften Warnsignalen" die Rede, dass die Versorgung mit Treibstoffen zunehmend unter Druck gerät, so Experte Benigni in den Oberösterreichischen Nachrichten. Lieferanten könnten bestehende Verträge zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr erfüllen. Im Raum steht sogar, dass sie sich auf höhere Gewalt berufen.

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Für Autofahrer hätte das spürbare Folgen: Noch höhere Preise oder im schlimmsten Fall tatsächlich leere Zapfsäulen.

Zusätzlich sorgt die geplante Maßnahme der Regierung für Kritik. Die Mineralölbranche soll ab April entlang der gesamten Wertschöpfungskette fünf Cent Marge abgeben, um die Preise zu dämpfen. Die Industrie hält das für technisch nicht umsetzbar und spricht von einem mangelhaften Gesetzesentwurf.

Auch der Experte sieht die Maßnahme kritisch. Seiner Meinung nach wäre es klüger gewesen, das Geld über eine Dividende der OMV hereinzuholen, an der der Staat beteiligt ist.

Verschärft wird die Lage zusätzlich durch Entwicklungen außerhalb Europas: China hat bereits auf Engpässe reagiert und Exporte gestoppt, auch bei Raffinerien in Indien drohen Einschränkungen.

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