London und Paris

Europa-Granden planen internationale Hormus-Mission

Frankreich und Großbritannien planen eine internationale Mission zum Schutz der Straße von Hormus nach US-Ankündigung einer Teil-Blockade.
Newsdesk Heute
13.04.2026, 13:47
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Vor dem Hintergrund der geplanten Teil-Blockade der Straße von Hormus durch die US-Armee wollen Frankreich und Großbritannien eine internationale Mission zur Absicherung der Meerenge vorantreiben. In den nächsten Tagen soll dazu eine internationale Konferenz in Paris stattfinden, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag im Onlinedienst X angekündigt hat. "Diese strikt defensive und von den Konfliktparteien getrennte Mission soll eingesetzt werden, sobald es die Lage zulässt", betonte Macron.

Auch der britische Premierminister Keir Starmer stellte klar, dass Großbritannien die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Teil-Blockade nicht unterstützt. Großbritannien wolle sich nicht "in den Krieg ziehen lassen", sagte er dem Sender BBC.

Dafür macht sich Macron stark

Macron setzt sich bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus ein, nachdem die Kampfhandlungen zu Ende gegangen sind. "Frankreich ist bereit, seinen Beitrag dazu zu leisten", sagte Macron. Es dürfe kein Aufwand gescheut werden, um "so schnell wie möglich auf diplomatischem Wege zu einer dauerhaften Lösung des Konflikts im Nahen Osten zu gelangen".

Die US-Armee will laut eigenen Angaben ab Montagnachmittag allen Schiffen die Durchfahrt verbieten, "die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom mit. Schiffe, die keine iranischen Häfen anlaufen, seien davon nicht betroffen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf seinem Onlinedienst Truth Social erklärt, die US-Streitkräfte würden "mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen".

Trump kritisiert Iran-Regime

Trump reagierte damit auf das Scheitern der Verhandlungen mit Teheran in Pakistan. Als Grund dafür nannte er Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen.

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Seit einigen Tagen herrscht eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Erste direkte Verhandlungen fanden am Samstag in Islamabad statt.

Seestraße war bislang unter iranischer Kontrolle

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Nur iranische oder vom Iran genehmigte Schiffe durften die Meerenge passieren. Dafür mussten sie teilweise Gebühren zahlen. Die Blockade der Meerenge hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas nach oben getrieben.

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