Ski-Spektakel

Franzoni schlägt in Kitz-Abfahrt zu, Debakel für ÖSV

Giovanni Franzoni feiert seinen ersten Abfahrtssieg im Weltcup ausgerechnet auf der berüchtigten Streif. Der Italiener war schon der Geheimfavorit.
Sport Heute
24.01.2026, 12:50
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
olympia live
olympia live

Franzoni stellte beide Trainingsbestzeiten auf, katapultierte sich ohne Abfahrtssieg im Weltcup damit in die Favoritenrolle. Und der wurde der 24-Jährige am Samstag auf der Streif auch gerecht. Mit 1:52,31 Minuten raste der Italiener zum Sieg – dem zweiten nach seinem Überraschungserfolg im Super-G von Wengen. 50.000 begeisterte Ski-Fans feierten den Italiener, sorgten für Gänsehautstimmung in der Gamsstadt.

Nur mit dem angepeilten Streckenrekord wurde es nichts, dem war Franzoni in den Trainings bereits bis auf sechs Zehntelsekunden nahe gekommen. Doch die Bewölkung in Kitzbühel und flaches Licht auf der Streif ließen keine Rekordzeiten zu. So bleibt Fritz Strobl mit seiner Siegerzeit aus dem Jahr 1997 weiterhin der schnellste Mann in Kitzbühel: 1:51,58 Minuten.

Odermatt muss weiter warten

Topfavorit Marco Odermatt blieb das Double in Kitzbühel nach seinem Super-G-Erfolg vom Freitag einmal mehr verwehrt, der Ski-Gigant wartet weiterhin auf den Abfahrts-Triumph auf der Streif, verspielte den Sieg über den Hausberg. Im Ziel hatte der Schweizer als Zweiter bloß sieben Hundertstelsekunden Rückstand. Beeindruckend: In allen fünf Saisonabfahrten war der Gesamtweltcup-Führende schlechtestenfalls Zweiter, gewann drei Rennen. Rang drei ging sensationell an den Franzosen Maxence Muzaton, der mit der hohen Nummer 29 noch aufs Stockerl fuhr (+0,39), auch Franzoni mit der Zwischenbestzeit im oberen Streckenabschnitt noch einmal zittern ließ.

Ebenso lange auf Siegkurs war der Schweizer Franjo von Allmen, bis er über die Hausbergkante komplett die Linie verlor, noch akrobatisch im Kurs blieb, allerdings viel Zeit einbüßte und mit 1,56 Sekunden Rückstand im Ziel ankam.

ÖSV-Stars geschlagen

Österreichs Speed-Asse erlebten einen herben Nackenschlag. Als bester heimischer Läufer landete Vincent Kriechmayr nach einer verkorksten Fahrt mit 1,48 Sekunden Rückstand auf dem ernüchternden 13. Rang. Von der Ansage, mit "Wut im Bauch" zu fahren, blieb nur wenig übrig. Daniel Hemetsberger, der auf dem Weg zu einem Spitzenplatz war, schied im Lärchenschuss aus.

Am Sonntag steht noch der Slalom auf dem Ganslernhang auf dem Programm.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.01.2026, 13:41, 24.01.2026, 12:50
Jetzt E-Paper lesen