Aufregung um Strafe nach tödlicher Hundeattacke: Drei Jahre ist es nun her, dass drei American Staffordshire Terrier eine 60-jährige Joggerin angegriffen und getötet haben. Die Pensionistin litt laut Gericht rund 55 Minuten lang unter Höllenqualen, ehe sie verstarb. Nun muss die Hundehalterin zusätzlich zum Schmerzensgeld erneut Tausende Euro zahlen – und sorgt damit für heftige Diskussionen.
Bereits 24.000 Euro Schmerzensgeld wurden den Hinterbliebenen der Pensionistin vom Oberlandesgericht in Oberösterreich zugesprochen. Nun muss die Halterin weitere 12.000 Euro bezahlen – diesmal wegen der Kosten, die durch die Abnahme der Hunde entstanden sind. Neben den Kosten für die Unterbringung muss die Halterin auch für Transporte, tierärztliche Untersuchungen und weitere notwendige Maßnahmen aufkommen. Dazu gehören im vorliegenden Fall auch die Kosten für die schmerzlose Tötung zweier Hunde.
Nun entflammte im Netz erneut eine Diskussion: Ist die Strafe hoch genug? "Herrchen und Hund gehören bei Wasser und Brot für 20 bis 30 Jahre ins Gefängnis", heißt es beispielsweise in einem Facebook-Kommentar. Andere sind der Meinung: "Vielleicht sollte man abchecken, wer überhaupt zur Hundehaltung fähig ist. Traurig, dass ein Menschenleben mit aeinpaar Tausendern 'abgegolten' wird." Der Konsens scheint jedoch zu sein: Die Summe ist eindeutig zu gering.
Ob nun Frauchen oder die Hunde für das Drama verantwortlich sind, darüber scheiden sich ebenfalls die Geister. Manche sprechen Klartext und finden: "Kampfhunde gehören verboten." Wieder andere sehen klar die Halterin in der Verantwortung: "Der Mord an der Frau wurde durch das Verhalten der Halterin ermöglicht." Direkt darunter kommentiert ebenfalls ein User: "Die Hunde haben keine Schuld." Ein weiterer schreibt: "Traue keinem Hund. Hunde sind unberechenbar. Ich mag sie nicht." Fest steht: Auch Jahre nach dem tragischen Todesfall sorgt die Biss-Attacke für Diskussionen.