Ein Lebensmittelhändler aus Oberösterreich sorgt bei Kunden für Verwunderung und Freude. Der Grund: Für ein volles Einkaufwagerl bezahlt man nur einen vergleichbar geringen Preis. Verantwortlich dafür ist Hermann Kaiser. Er ist bereits seit 40 Jahren im Lebensmittelhandel tätig und hat sich in Ansfelden (Linz-Land) sein eigenes Konzept ausgedacht.
Wie die "Krone" berichtet, belieferte Kaiser jahrelang Händler in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark mit Überschusswaren. Gegen Ende März eröffnete er dann sein eigenes Lebensmittel-Outlet. Dort können Kunden auf einer Fläche von 160 Quadratmetern zahlreiche Produkte zu einem kleinen Preis erwerben.
Grund dafür ist, dass die Waren bei Herstellern oder Handelsketten aufgrund strenger Haltbarkeitsvorgaben aus dem Sortiment fallen würden. Auch übrig gebliebene Lebensmittel kauft Kaiser den Ketten ab. Er betonte, dass Cola bei großen Ketten oft noch ein Jahr haltbar sein müsse. Überschreitet die Ware ein gewisses Mindesthaltbarkeitsdatum, werde sie ausgelistet.
Der Lebensmittel-Outlet-Betreiber würde diese Produkte dann kaufen. Dabei picke er sich "nicht nur die Gustostückerl heraus". In seinem Sortiment findet man Käse, Joghurt, Obst, Gemüse, Getränke, Fleisch und vieles mehr. Zudem würden Kunden auch keinen Ausweis brauchen. Bei Kaiser dürfe jeder einkaufen. Kunden müssen auch keine bestimmte Mengenanzahl nehmen, jeder soll so viel kaufen, wie er braucht.
In dem Bericht der Tageszeitung wird deutlich, wie billig die Waren im Lebensmittel-Outlet tatsächlich sind. So würde man für 13 Paprika nur drei Euro zahlen. Zum Vergleich: Beim Diskonter würden alleine drei Paprika oft schon 3,49 Euro kosten, so Kaiser.
Er selbst würde spüren, dass das Geld der Menschen knapper wird. Manche Kunden würden aufgrund der niedrigen Preise bei ihm größere Mengen kaufen. In vielen Fällen würden sie sich an der Kassa dann trotzdem wundern. "Haben Sie sich da nicht verrechnet?", sei ein Satz, den der Oberösterreicher des Öfteren höre. Reich werden wolle Kaiser mit diesem Geschäft nicht. Er bezeichnet es als "Groscherlgeschäft". Ihm gehe es vielmehr darum, wertvolle Lebensmittel nicht zu verschwenden.