Neue Details zu Messerattacke

Sohn getötet, dann auf Tochter (13) eingestochen

Nach der Messerattacke in einem Bus gibt es neue Details. Der Anwalt der beschuldigten Mutter will prüfen, ob frühere Auflagen kontrolliert wurden.
29.10.2026, 16:16
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Wie konnte es dazu kommen? Nach der Messerattacke auf ein 13-jähriges Mädchen in einem Bus in Bad Goisern (OÖ) werden neue Details zur Vorgeschichte der Mutter (45) bekannt. Die Frau hatte bereits 2018 ihren acht Monate alten Sohn getötet und war deshalb in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen worden. Im August 2022 wurde sie unter Auflagen entlassen. Vier Jahre später soll sie nun auch ihre Tochter mit einem Messer angegriffen haben.

Wie die "Krone" berichtet, will ihr Verteidiger jetzt prüfen, ob die Auflagen nach der damaligen Entlassung tatsächlich kontrolliert wurden.

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Mutter schrie plötzlich "Dämon, Dämon"

Die Attacke auf die Tochter ereignete sich am 17. August in einem Bus in Bad Goisern. Die 45-Jährige soll plötzlich "Dämon, Dämon" geschrien und ihrer neben ihr sitzenden Tochter (13) mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Fahrgäste griffen sofort ein, entwaffneten die Mutter und brachten das Mädchen in Sicherheit.

Schon beim Prozess wegen der Tötung ihres Sohnes war bekannt geworden, dass die Frau auch ihre Tochter attackiert hatte. Trotzdem wurde sie 2022 unter Auflagen aus dem Maßnahmenvollzug entlassen. Sie musste regelmäßig Medikamente einnehmen, fachärztliche Kontrollen wahrnehmen und eine ambulante Psychotherapie absolvieren.

Anwalt prüft jetzt die Kontrollen

Die 45-Jährige wird derzeit in einer psychiatrischen Abteilung behandelt. Ein Gutachten geht von paranoider Schizophrenie und erneuter Schuldunfähigkeit aus. Ihr Pflichtverteidiger Lukas Hock erklärt, wie seine Mandantin die Messerattacke begründet: "Aus ihrer Sicht hat sie eine Bedarfsmedikation zu spät eingenommen".

Der Anwalt hat inzwischen den früheren Gerichtsakt angefordert. Er möchte wissen, ob die vorgeschriebenen Kontrollen nach der Entlassung eingehalten und überprüft wurden. "Ich werde mir anschauen, ob diese kontrolliert worden sind", sagt Hock.

Prozess noch heuer möglich

Ende vergangener Woche wurde die Untersuchungshaft der 45-Jährigen in eine vorläufige Unterbringung umgewandelt. Ein Prozess wegen versuchten Mordes könnte noch vor Jahresende stattfinden.

Für die Tochter besteht bis zum Verhandlungstermin ein gerichtlich verhängtes Besuchsverbot. Der Ehemann soll die Beschuldigte hingegen im Krankenhaus besuchen.

red, 29.10.2026, 16:16
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