Drama am Orient Beach

Frau vor Augen ihrer Schwester von Hai zerfleischt

Eine 65-jährige Schwimmerin wurde vor Südafrika von einem Hai angegriffen und tödlich verletzt. Ihre Schwester musste das Drama miterleben.
21.10.2026, 10:17
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Eigentlich wollte Janine Lochrenberg (65) bald ihren Ruhestand genießen und mit ihrer Partnerin Barbara auf eine dreiwöchige Autoreise gehen. Doch dazu kam es nicht mehr. Die begeisterte Freiwasserschwimmerin wurde vor der Küste Südafrikas von einem Hai attackiert und starb wenig später am Strand.

Besonders tragisch: Ihre Schwester Margot war ebenfalls vor Ort und musste miterleben, wie die 65-Jährige nach dem Angriff aus dem Meer gerettet wurde.

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Schwimmerin gibt plötzlich Notsignal

Das Unglück ereignete sich am Orient Beach bei KuGompo City am Indischen Ozean. Janine Lochrenberg war gemeinsam mit Mitgliedern ihres Freiwasserschwimmvereins unterwegs. Die 65-Jährige, die als Nuklearmedizinerin und Musikerin tätig war, verbrachte viel Zeit im Meer.

Augenzeuge Mike Louw schilderte dem südafrikanischen Sender SABC News die dramatischen Minuten. "Sie schwamm gerne allein. Sie war mutig. Dann signalisierte sie, dass sie in Not war." Als die anderen Schwimmer das Zeichen bemerkten, eilten sie sofort zu der Frau.

Doch als sie bei ihr ankamen, wurde ihnen klar, was passiert war. "Als wir dort ankamen, wurde mir klar, uns allen wurde klar, dass sie von einem Hai gebissen worden war."

Hai hinterlässt schwere Bissverletzungen

Louw bemerkte zwei Bisswunden, eine am Oberschenkel und eine am Oberarm der 65-Jährigen. Während ihre Begleiter versuchten, ihr zu helfen, wurde Janine zunehmend blasser.

Gemeinsam brachten die Schwimmer die Schwerverletzte zurück an Land. An der Rettungsaktion beteiligte sich auch der gehörlose Olympiaschwimmer Mark Roach.

Janines Schwester Margot war ebenfalls dabei. Als die Verletzte zum Strand gebracht wurde, hielt sie den Kopf ihrer Schwester. Doch die Hilfe kam zu spät. Janine Lochrenberg erlag noch am Ufer ihren schweren Verletzungen.

Schutzarmband konnte Angriff nicht verhindern

Besonders erschütternd ist ein Detail: Die 65-Jährige trug beim Schwimmen ein spezielles Armband, das Haie abschrecken soll. Das Gerät erzeugt ein magnetisches Feld und wird laut Augenzeuge Louw von den Mitgliedern des Schwimmvereins verwendet.

Auch Janine hatte ein solches Armband angelegt. "Sie trug eines, und offenbar hat es keinen Unterschied gemacht", schilderte Louw. Ein anderer Schwimmer bemerkte nach dem Angriff noch eine große Haiflosse im Wasser. Das Tier entfernte sich anschließend offenbar.

Schwester spricht über die Gefahr im Meer

Janine war sich der Risiken beim Schwimmen in diesem Küstenabschnitt bewusst. Ihre Schwester Margot erklärte gegenüber der BBC, dass in den Gewässern vor dem Strand besonders viele Haie vorkommen.

Trotzdem blieb das Meer ein wichtiger Teil von Janines Leben. "Sie hatte sich damit abgefunden. Sie war ein bemerkenswerter Mensch", sagte Margot über ihre Schwester.

Die 65-Jährige hatte eine große Leidenschaft für das Wasser und war regelmäßig mit ihrem Schwimmverein unterwegs. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Barbara hatte sie bereits Pläne für die Zeit nach dem Berufsleben geschmiedet. Unter anderem wollten die beiden eine dreiwöchige Autotour unternehmen.

War es ein Weißer Hai?

Welche Haiart die tödliche Attacke verursachte, ist noch nicht geklärt. Augenzeuge Mike Louw vermutet allerdings, dass ein Weißer Hai beteiligt gewesen sein könnte.

"Das Wasser war sehr klar und mit 16 Grad kühl. So wie ich es aufgrund meiner lebenslangen Verbindung zum Meer verstehe, waren das im Grunde perfekte Bedingungen für einen Weißen Hai."

Eine offizielle Bestätigung für diese Vermutung gibt es bislang nicht. Nach dem tödlichen Vorfall sperrten die Behörden die umliegenden Strände. Laut den vorliegenden Angaben handelt es sich um den ersten tödlichen Haiangriff des Jahres in Südafrika.

wil, 21.10.2026, 10:17
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