"Heute" half bei Aufklärung

Frauen mit Fäkalien beworfen – "war extreme Demütigung"

Ein mehrfach Vorbestrafter (29) verbreitete als sadistischer Serientäter mit Ekel-Angriffen mit auf Wienerinnen für Wirbel – nun ist sein Urteil da.
Christian Tomsits
25.02.2026, 13:13
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Schwere Kost am Wiener Landl, die Fortsetzung gegen den Fäkalien-Werfer stand am Mittwoch am Programm. Ein 29-jähriger Rumäne wird beschuldigt, zwischen April und Juli Ekel-Becher voller Fäkalien auf wildfremde Wienerinnen – vor allem im Bereich Gumpendorfer Straße und in der U6 –  geworfen zu haben

Erstmals kamen die Opfer zu Wort. "Ich war auf dem Heimweg von der Uni, als ich beim Burger King bei der Gumpendorfer Straße sah, wie sich der Mann vermummt hat und mit einem Plastikhandschuh einen Becher hielt", so eine Studentin.

"Er hat mich voll getroffen im Gesicht, es roch ganz scheußlich", so die bemitleidenswerte Frau, die nach einem Notruf geschlagenen dreißig (!) Minuten auf die Polizei warten muss. "Ich durfte das ja nicht abwaschen. Als die Beamten kamen, war alles schon getrocknet", schluchzte sie – Senat und Zuhörer mussten schlucken.

Zum Glück blieben bei ihr – und den anderen Opfern – alle Tests auf übertragbare Krankheiten negativ. ""Die erfahrene Demütigung im öffentlichen Raum am helllichten Tag angegriffen zu werden, hat mich als Frau schwer beschäftigt", so ein weiteres Opfer. "Der Geruch blieb mir tagelang in der Nase, die Kleidung musste ich wegschmeißen. Seitdem habe ich Angst."

"Heute" half, Fäkalien-Fall zu klären

Auch die allererste Betroffene des psychisch gestörten Becherwerfers – eine Wiener Geigerin, wir berichteten – war am Mittwoch im Zeugenstand. "Mir sagten die Beamten mehrmals, dass sie nichts machen können."  Erst durch einen "Heute"-Bericht sei Bewegung in die Sache gekommen. Das musste auch der Ermittler unter Eid eingestehen. Erst danach konnten einzelne ähnliche Delikte, die sich bis Juni "intensivierten", zu einem Ganzen verbunden werden – es kam schließlich zur Festnahme.

Tragisch: Der Rumäne, der angab, in seiner Jugend von Frauen abgelehnt und gedemütigt worden zu sein ("Wegen meinem kleinen Penis") wurde vier Tage vor der ersten Attacke von der Psychiatrie der Klinik Hietzing aufgrund seines aggressiven Verhaltens abgelehnt.

Für Psychiaterin Sigrun Roßmanith fragwürdig, da er immerhin offen drohte, Straftaten zu setzen und vor dem Klinikpersonal mit einem Stanleymesser herumwedelte. Kurz vor 13 Uhr folgte das der eindeutigen Empfehlung und Gefährlichkeitseinschätzung der Gutachterin: drei Jahre Haft plus eine Einweisung, nicht rechtskräftig.

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