Kurioser Rechtsstreit

Frauen schreien zu laut – Nachbar verklagt Geburtshaus

Ein Geburtshaus in der Stadt Trier (D) steht vor dem Aus. Grund ist ein Nachbar. Diesen stören die Schreie der Frauen beim Gebären.
Newsdesk Heute
16.03.2026, 16:29
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Erst im vergangenen Jahr eröffnete in der Stadt Trier im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz ein sogenanntes Geburtshaus. Es soll werdenden Müttern eine Alternative zu Krankenhäusern bieten – doch nun könnte bald alles vorbei sein.

Wie die "Bild" berichtet, stört sich nämlich ein Nachbar an den Frauen, die in der Einrichtung in den Wehen liegen. Der Mann zog sogar vor Gericht und das erfolgreich. Fortan darf der Geburtsraum mit Gebärwanne nicht mehr genutzt werden, so das Urteil des Verwaltungsgerichts Trier.

Geburtshaus vor dem Aus

Nun besteht die Befürchtung, dass die Nachfrage an der Einrichtung rapide sinken könnte. Das Geburtshaus verfügt zwar noch über einen anderen Raum, in dem Frauen ihre Kinder zur Welt bringen können, aber gerade Wassergeburten seien besonders gefragt gewesen. Brechen die Kundenzahlen jetzt ein, könne man schließen.

Unverständnis herrscht bei den Hebammen auch darüber, dass sich der aufgebrachte Nachbar nie bei ihnen gemeldet habe. Er sei sofort vor Gericht gezogen. Laut der Leitung des Geburtshauses hätte man auch bei einem Gespräch zu einer Lösung kommen können.

Einrichtung um Lösung bemüht

Der Fall beschäftigt auch zahlreiche User in den sozialen Medien. Laut dem Bericht der "Bild" hätte der Großteil kein Verständnis dafür, dass sich der Nachbar durch die Schreie der Frauen gestört fühle.

Auch seitens des Geburtshauses wird betont, dass Frauen während der Geburt nur selten laut schreien. Dies sei eher bei komplizierten Geburten der Fall und diese würden in der Regel in Kliniken durchgeführt. Nun wolle man nach einer Lösung für alle Beteiligten suchen.

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