Marco Odermatt raste am Samstag in der Kandahar-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen zum Sieg, führte einen Dreifacherfolg der Eidgenossen an. Er siegte vier Hundertstelsekunden vor Alexis Monney und 98 Hundertstelsekunden vor Stefan Rogentin. Vincent Kriechmayr belegte mit 1,20 Sekunden Rückstand als bester Österreicher zwar den guten vierten Rang, trotzdem geht die Sieglos-Serie der rot-weiß-roten Speed-Stars weiter.
Die Österreicher sind nun in der bereits 23. Abfahrt in Folge ohne Triumph geblieben. Seit 1.081 Tagen wartet Rot-Weiß-Rot auf einen Sieg. Das hat es in der langen Weltcup-Geschichte für den ÖSV noch nie gegeben.
Nur Kriechmayr landete beim Speed-Spektakel im Spitzenfeld, Daniel Hemetsberger klassierte sich als zweitbester heimischer Läufer auf Rang 22 (+2,57). Raphael Haaser auf Rang 26, sowie Marco Schwarz und Stefan Babinsky auf dem geteilten 29. Platz hatten mit Top-Platzierungen nichts zu tun.
Deshalb war die Enttäuschung vor allem bei Hemetsberger riesengroß. Der 34-Jährige wirkte jedenfalls angezählt. "Ich bin hauptsächlich frustriert. Ich habe alles gegeben, aber das macht einfach keinen Spaß", ärgerte sich der Oberösterreicher, der im Vorfeld noch eine Top-Ten-Platzierung als Ziel ausgegeben hatte. "Jetzt muss ich Frust schieben, das zipft mich einfach Vollgas an", ärgerte sich der ÖSV-Läufer. Er werde sich im Hotel dann die Fahrt noch einmal anschauen. "Ich werde schauen, was ich besser machen kann. Eh wie jedes Mal", so der 34-Jährige sichtlich genervt.
Dann ergänzte er aber: "Ich glaube, man kann verstehen, dass ich maximal frustriert bin. Weil dafür mache ich das hier nicht", haderte Hemetsberger mit dem 22. Platz.