Mit zwei Siegen in Folge ist Verstappen aktuell der Mann der Stunde in der Formel 1. Der Vierfach-Weltmeister triumphierte zuletzt in Monza und in Aserbaidschans Hauptstadt Baku, kämpfte sich damit bis auf 69 Punkte an den WM-Führenden Oscar Piastri (McLaren) heran. Immer noch viel Holz, aber viele Experten und Fans glauben, dass der Red-Bull-Star noch einmal in den Kampf um den Fahrer-WM-Titel eingreifen könnte.
Dafür wird der Grand Prix im asiatischen Stadtstaat ein Richtungsweiser sein. Schreibt Verstappen an und gewinnt, macht der Niederländer weiter wertvollen Boden gut, schlagen die McLaren zurück, könnte der Traum vom fünften Titel bei dann noch sechs ausstehenden Rennen und drei Sprints endgültig geplatzt sein.
Verstappen muss dafür aber seinen "Singapur-Fluch" beenden. Denn bisher lief es für den nun 28-jährigen Niederländer in den Straßenschluchten von Singapur noch nicht nach Wunsch. Kaum zu glauben, aber wahr: Der Formel-1-Star gewann in bisher acht Versuchen noch nie auf dem Stadtkurs. Über Platz zwei hat es Verstappen nie hinaus geschafft. Damit ist der Marina Bay Circuit die einzige Strecke im aktuellen Formel-1-Kalender, auf der Verstappen sieglos ist. "Das muss sich ändern", schmunzelte Verstappen.
Selbiges galt bis vor knapp zwei Wochen aber auch für das Rennen in Baku, der Red-Bull-Star brach aber auch diesen Fluch.
Doch liegt die Strecke den Bullen? Mit dem neuen Unterboden am RB21 machte der österreichische Rennstall unter Teamchef Laurent Mekies große Fortschritte. Der Kurs selbst verlangt viel Downforce, die üblicherweise Red Bull nicht in die Karten spielen.
Immer ein Fragezeichen ist derweil der Rennverlauf. Denn der Singapur-Grand-Prix hat eine äußerst hohe Safety-Car-Wahrscheinlichkeit. In allen Rennen, bis auf die jüngste Auflage 2024, hat Bernd Mayländer stets zumindest einmal eingreifen müssen. Damit kann das Rennen auf den Kopf gestellt werden.
Wo Red Bull wirklich steht, wird sich in den Freien Trainings am Freitag zeigen.