Viel Geld für nichts

Fußball-Betrug: 34-Jähriger nahm Jugendlichen aus

Er soll einem betreuten Jugendlichen insgesamt 13.000 Euro abgenommen haben. Dafür fasste ein 34-Jähriger nun eine mehrmonatige Haftstrafe aus.
Aram Ghadimi
24.01.2026, 06:00
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Mit angeblichen Profi-Fußballtrainings soll ein 34-jähriger Mann über mehr als ein Jahr hinweg Geld von einem Minderjährigen verlangt haben – am Landesgericht Wiener Neustadt musste er sich jetzt wegen schweren Betrugs verantworten. Am Ende setzte es eine unbedingte Haftstrafe.

Wie die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) berichten, soll der Mann einen Jugendlichen, der in einer betreuten Wohneinrichtung lebt, mit dem Versprechen gelockt haben, ihm professionelle Fußballtrainings zu vermitteln. Bei einem gemeinsamen Abend habe man sogar im Internet nach passenden Trainingsprogrammen gesucht.

Kurz darauf soll der Angeklagte dem Minderjährigen mitgeteilt haben, die Trainings bereits organisiert zu haben. Geplant gewesen seien ein sechswöchiges Training um 2.800 Euro sowie ein weiteres Trainingsprogramm über drei Monate um 2.200 Euro. Nachweise über die angeblichen Zahlungen seien allerdings nicht mehr auffindbar, hieß es vor Gericht.

Angeklagter sieht sich unschuldig

Dort bestritt der Angeklagte die Vorwürfe und bekannte sich nicht schuldig. Die Trainings seien sehr wohl organisiert und auch bezahlt worden, behauptete er. Sogar eine gemeinsame Anreise habe es gegeben – die aber rasch beendet worden sei: Man sei bereits auf der Autobahn gewesen, dann habe der Jugendliche plötzlich nicht mehr gewollt, also sei man wieder umgedreht.

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"Dafür Geld zu schade"

Nach dem abgebrochenen Training soll der Angeklagte vom Minderjährigen verlangt haben, dass der "entstandene Schaden" ersetzt werden müsse – in Form monatlicher Überweisungen auf ein Konto bei einem Wettanbieter. Zusätzlich behauptete der 34-Jährige, die beiden hätten mehrfach gemeinsam Glücksspiele betrieben, auch diese Ausgaben wolle er zurück. Der Jugendliche widersprach dem im Prozess jedoch klar: "Dafür ist mir das Geld zu schade."

Forderungen immer abstruser

Laut Gericht soll der Mann den Jugendlichen immer wieder kontaktiert und weiteres Geld für unterschiedliche Zwecke gefordert haben – unter anderem sogar für Kosten rund um eine elektronische Fußfessel. Der 17-Jährige wirkte im Prozess sichtlich betroffen und sagte: "Ich bin leider zu gutmütig und oft ein viel zu guter Mensch."

Insgesamt 13.000 Euro verloren

Erst als der Betreuer des Jugendlichen von den Geldforderungen erfuhr, wurde der Fall bekannt. Die Zahlungen wurden überprüft, zusammengerechnet und schließlich der Polizei übergeben. Insgesamt soll es um rund 13.000 Euro gegangen sein. Wegen seiner zahlreichen Vorstrafen wurde der 34-Jährige – nicht rechtskräftig – zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt.

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