Ein tragischer Verkehrsunfall hat am Donnerstag in Linz ein junges Leben ausgelöscht. Wie "Heute" berichtete, war eine 20-Jährige am Vormittag mit dem Auto unterwegs zur Schule - dort kam sie nie an.
Gemeinsam mit einer 15-jährigen Kollegin fuhr die Schülerin in Richtung BORG Linz, wo sie den Zweig für Leistungssportler besuchte. Am Programm stand laut "Krone" an diesem Tag eine Mathematik-Schularbeit. Gegen 9.40 Uhr kam es im Mona-Lisa-Tunnel zur Katastrophe.
In einer Rechtskurve prallte der Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto auf die Seite geschleudert und blieb auf der Gegenfahrbahn liegen. Auch der Lkw kam auf der falschen Spur zum Stillstand.
Während sich die 15-jährige Beifahrerin selbst aus dem Wrack befreien konnte, wurde die Lenkerin im Fahrzeug eingeklemmt. Für die Einsatzkräfte begann ein dramatischer Rettungseinsatz.
"Wir haben die Lenkerin aus dem Fahrzeug befreit und gemeinsam mit dem Roten Kreuz Reanimationsmaßnahmen durchgeführt", berichtet Einsatzleiter Roland Hieslmayr gegenüber der Tageszeitung.
Doch jede Hilfe kam zu spät. Die junge Frau war während der Bergung nicht ansprechbar, nach längeren Versuchen musste der Notarzt ihren Tod feststellen. "So ein Unfall ist immer extrem tragisch. Bei uns haben viele Kameraden selber Kinder und fühlen in solchen Situation besonders mit", sagt Hieslmayr gegenüber der "Krone".
Die Beifahrerin erlitt einen gebrochenen Finger und wurde ins Spital gebracht. Auch der 56-jährige Lkw-Lenker stand unter Schock und musste medizinisch betreut werden. Der Mona-Lisa-Tunnel blieb wegen der aufwendigen Aufräumarbeiten bis Mittag gesperrt.
Die 20-Jährige galt als große Hoffnung im Fußball. Seit 2022 spielte sie in Linz und war Teil der Spielgemeinschaft FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen. Der Sport war für sie "Leidenschaft, Freude, einfach alles". Ihr Ziel: eine Profikarriere im Ausland und Einsätze für das Nationalteam.
An ihrer Schule löste die Nachricht große Bestürzung aus. Klassenkollegen wurden nach der Schularbeit informiert. "Wir haben ihnen natürlich auch Hilfe angeboten, sie waren völlig aufgelöst. Am Freitag kommt auch das Kriseninterventionsteam an die Schule", so Direktor Jürgen Eder zur "Krone".