Warten, hoffen, durchhalten: Für viele Patienten ist eine geplante Operation eine echte Geduldsprobe. Jetzt legt das Land Oberösterreich erstmals eine zentrale Übersicht zu OP-Wartezeiten vor - und die hat es in sich.
Die Zahlen zeigen deutlich, wie stark sich die Wartezeiten je nach Spital unterscheiden. Besonders auffällig: Wer eine Knieprothese braucht, muss in manchen Häusern extrem lange warten.
Im Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz beträgt die Wartezeit aktuell 104 Wochen – also ganze zwei Jahre.
Zum Vergleich: Die kürzeste Wartezeit für denselben Eingriff liegt bei nur 14 Wochen in Braunau. Ein gewaltiger Unterschied, der für Betroffene entscheidend sein kann.
Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander will genau hier ansetzen. Mit der neuen Übersicht sollen Patienten erstmals klar sehen, wo es schneller geht. Die Daten sind gebündelt online abrufbar und werden alle drei Monate aktualisiert.
Wichtig dabei: Die Reihenfolge richtet sich immer nach der medizinischen Dringlichkeit. Notfälle kommen sofort dran, akute Fälle möglichst rasch. Planbare Eingriffe werden nach dem Zeitpunkt der Anmeldung gereiht.
Erfasst sind typische Operationen wie Grauer Star, Hüft- und Knieprothesen, Wirbelsäulen-Eingriffe oder auch Mandel-OPs. Nicht jedes Spital bietet jede Behandlung an - auch das wird transparent dargestellt.
Das Ziel ist klar: mehr Überblick für Patienten und eine bessere Verteilung zwischen den Spitälern. Wer flexibel ist, kann sich so womöglich viel Wartezeit sparen.