Noch am selben Nachmittag wieder aus dem Spital nach Hause: Für viele Familien bedeutet das Projekt "HNÖ hilft" eine spürbare Entlastung. Seit 11. September des Vorjahres werden am Landesklinikum Klosterneuburg tagesklinische Kinder-Operationen in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde durchgeführt. Mehr als 80 Eingriffe wurden dort bislang vorgenommen.
Der Standort spezialisiert sich auf ambulant durchführbare Operationen wie die Entfernung der Rachenmandeln. Ziel des Projekts ist das Verkürzen der OP-Wartezeiten.
Landeskliniken-Landesrat Anton Kasser (VP) freut sich: "Bereits nach wenigen Monaten zeigt das Projekt Erfolge: Die Wartelisten konnten wahrnehmbar reduziert und andere Klinikstandorte dadurch entlastet werden." Das Projekt sei zudem eine der ersten Maßnahmen des Gesundheitsplans 2040+ und zeige, dass vorhandene Kapazitäten in Klosterneuburg sinnvoll genutzt werden können.
Auch die NÖ Landesgesundheitsagentur (NÖ LGA) verweist auf den Modellcharakter des Projekts. Vorständin Elisabeth Bräutigam betont die Bedeutung einer standort- und sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. So werden Ressourcen effizient eingesetzt und die Versorgung kann nachhaltig und effizient verbessert werden.
Die Operationen finden derzeit einmal pro Woche statt, die Zuweisung erfolgt über die Standorte St. Pölten, Krems und Wiener Neustadt.
Die Eingriffe werden tagesklinisch durchgeführt, Eltern sind bis zum Einschlafen und beim Aufwachen der Kinder dabei. In der Regel können die jungen Patienten das Landesklinikum Klosterneuburg noch am selben Tag nach Hause.