Haus-Eigentümer entsetzt

Mietnomaden-Ärger: "Kein Geld, Pferd wird verschwiegen"

Verdreckte Wohnungen, unbezahlte Mieten und ein Pferd, das im Garten steht: Eine Familie aus NÖ verärgert Hausbesitzer.
Victoria Carina  Frühwirth
08.02.2026, 05:15
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Wenn eine Familie samt Entourage aus einem Zuhause auszieht, bleibt kein gewöhnliches Haus zurück – sondern ein regelrechtes Trümmerfeld aus verstreutem Müll, Stroh, Gerümpel und Pferdemist. So lautet ein Vorwurf aus dem direkten Umfeld.

Eine Verwandte der Familie will über Missstände aufklären und warnen. Sie schickt "Heute" Bilder der alten Wohnorte, in denen die Familie über Monate und Jahre gelebt habe. Darauf zu sehen: ein Keller, bis oben gefüllt mit Müllsäcken, leeren Kaffeebechern und einem Kinderroller. Ein Foto zeigt den Garten mit einem Haufen Gartensesseln, daneben liegen Fetzen von einem verstaubten Kunstrasen-Teppich.

Die Familie habe ihre eigene Strategie entwickelt, erzählt die Verwandte im "Heute"-Gespräch: "Es war jedes Mal dasselbe. Sie ziehen in ein Haus und zahlen die ersten zwei Monate brav die volle Miete. Dann nur mehr die Betriebskosten – wenn überhaupt. Zu dem Zeitpunkt ist das Haus durch die Müllberge schon schlimm verdreckt, hinzu kommt der vernichtete Garten. Dass sie ein Pferd haben, sagen sie beim Mietabschluss meist gar nicht."

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Ursprünglich soll die Familie drei Pferde und einen Hund geführt haben. Der Wachhund wurde von offizieller Stelle im Vorjahr abgenommen – wegen Verdachts der Vernachlässigung, heißt es. Auch das Pferd würde nicht unter guten Bedingungen leben.

„Ich bin überzeugt, dass die Familie das nächste Haus verwüsten wird und wieder keine Miete bezahlt.“
VerwandteSie warnt vor "Mietnomaden-Familie"

Kontakt mit der Familie habe die "Heute"-Leserin keinen, das Verhältnis sei schwierig. "Nach dem Abschluss des Mietvertrags macht es sich die Familie auf den Kosten anderer gemütlich. Und dann steht das Pferd auf der Wiese, wochenlang, und zerstampft den Rasen. Wenn die Eigentümer nach Geld fragen, werden sie vertröstet oder gleich ignoriert. Und sobald ernsthaft mit Polizei oder Vermögensberater gedroht wird, nehmen sie ihre Habseligkeiten und ziehen einfach ins nächste Haus. Sogar das Klo haben sie letztes Mal aus der Wand gerissen und mitgenommen! Der Dreck bleibt aber."

"Kommt immer wieder davon"

"Ich finde es einen Wahnsinn, was sie den Menschen rundherum für Zustände hinterlässt und immer wieder davonkommt", so die Frau. Sie listet zahlreiche ehemalige Wohnorte der Familie auf – in Wien, im Weinviertel und im Burgenland. Fast alle Objekte seien laut ihrer Darstellung in katastrophalem Zustand hinterlassen worden.

Das Spiel gehe wohl über ein Jahrzehnt, rund zehnmal soll die Familie mitsamt Kindern und Haustieren umgezogen sein. Nach dem letzten Mietchaos im Bezirk Mistelbach im Sommer, Herbst und Winter 2025 will die Verwandte warnen: "Ich bin davon überzeugt, dass die Familie das nächste Haus verwüsten wird und wieder keine Miete bezahlt."

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"Heute" hat mit der zuletzt bekannten Vermieterin gesprochen, sie möchte sich nicht öffentlich zu der zahlungsunwilligen Familie äußern. Nur so viel: Die Eigentümerin hat bei Behörden und Polizei um Hilfe gebeten, die Familie aus ihrem Wohnhaus zu entfernen. Der Erfolg blieb bislang aus. Auch sie fürchtet um den Zustand ihrer eigenen vier Wände, möchte aber keinen Konflikt mit dem Familienvater riskieren.

Die Verwandte wolle dem Treiben ein Ende setzen: "Ich schaue immer wieder auf Facebook und auf Willhaben, ob jemand in der Nähe sein Haus vermietet. Dann schreibe ich den Menschen, sie sollen ja keine Familie mit Pferd und kleinem Kind einziehen lassen. Einmal konnte ich eine Vermieterin rechtzeitig warnen."

Behörden: Keine akute Gefährdung festgestellt

"Heute" fragt bei der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach nach und bezieht sich auf den zuletzt bekannten Standort der Familie im Bezirk Mistelbach. Es heißt: "Im Hinblick auf den baulichen Zustand der Gebäude (...) dürfen wir Sie an die zuständige Baubehörde erster Instanz, die Bürgermeisterin (...), verweisen, die bereits tätig geworden ist."

Auch bei den Tieren seien keine Missstände festgestellt worden. Die BH Mistelbach erklärt gegenüber "Heute": "Entsprechende Erhebungen durch die für den Tierschutz zuständige Amtstierärztin vor Ort haben zudem ergeben, dass die von der Familie gehaltenen Pferde bei gutem Ernährungs- und Allgemeinzustand sind und keine Maßnahmen anzuordnen waren."

Mieter: "Bei Auszug war es sauber"

Der Vater aus jener Familie meldet sich bei "Heute". Er dementiert die Schilderungen des Familienmitglieds und weist die Beweisbilder entschieden zurück, die den völlig vermüllten Keller und Garten der Familie zeigen. Er beharrt darauf: "Beim Auszug war das letzte Haus besenrein. Außerdem haben wir der letzten Vermieterin gesagt, sie kann die 3.500 Euro für die Kaution gerne zum Putzen verwenden."

Der Mieter gibt an, er hätte beim letzten Mietverhältnis seiner Familie bis auf das letzte Monat jede Miete gezahlt.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 08.02.2026, 14:38, 08.02.2026, 05:15
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