Die Ausgangsposition für Österreich ist bei der WM 2026 nach zwei Spielen prächtig. Auch wenn Rot-Weiß-Rot am Montag gegen Argentinien und Superstar Lionel Messi mit 0:2 verlor, liegt Österreichs Team aktuell auf dem zweiten Platz der Gruppe J und damit voll auf Aufstiegskurs.
Entscheidend ist nun das "Finale" am kommenden Sonntag (4 Uhr) gegen den finalen Gruppengegner Algerien. Beide Teams halten bei drei Punkten. Österreich reicht ein Unentschieden, um den zweiten Platz zu fixieren. Und auch Algerien würde ein Punkt wohl definitiv zum Aufstieg als einer der acht besten Gruppen-Dritten reichen.
Die Partie in den frühen Sonntagmorgenstunden steigt jedenfalls als letztes Duell der Gruppenphase. Das hat zur Folge, dass schon vor dem Spiel klar ist, welches Ergebnis Österreich, aber auch Algerien zum Weiterkommen reicht. Oder welches Ergebnis eben auch beiden Teams den Aufstieg bringt. Ein Unentschieden wäre für beide Mannschaften wohl genug, um den Sprung ins Sechzehntelfinale zu schaffen.
Dieser Umstand lässt in sozialen Medien bereits die Wogen hochgehen. Es wird heftig über eine mögliche "Schande von Kansas City" spekuliert. Also eine Neuauflage der berühmt berüchtigten "Schande von Gijon" vor 44 Jahren. Damals, bei der WM 1982 in Spanien, siegte Deutschland am letzten Gruppenspieltag gegen Österreich mit 1:0 – ein Ergebnis, das beide Mannschaften weiter brachte. Während ausgerechnet die Algerier durch die Finger schauten.
Ein Unentschieden würde also auch diesmal beide weiterbringen. Kommentare in sozialen Netzwerken legen bereits jetzt nahe, dass es dazu kommen könnte.
Ganz so eindeutig ist die Angelegenheit diesmal allerdings nicht. Denn der Zweite der Gruppe wird es mit dem Ersten aus der Gruppe H zu tun bekommen. Und das ist aller Voraussicht nach Spanien und damit ein richtig kniffliges Los. Während der Dritte zwar auch einen Gruppensieger bekommt, dieser aber auch Kanada oder die Schweiz heißen könnte. Tatsächlich ist nach aktuellem Stand der Sieger der Gruppe B der wahrscheinlichste Gegner des Gruppen-Dritten. Deshalb wäre ein Unentschieden für Österreich gar nicht das bessere Ergebnis und ein Algerien-Sieg nicht wirklich erstrebenswert. Aber Vorsicht: Zu hohe Niederlagen könnten dann die Tordifferenz deutlich verringern und sogar noch zum Problem werden.