Das ÖFB-Team hat vor dem letzten WM-Gruppenspiel gegen Algerien am Sonntag (4 Uhr, ORF 1) eine gute Ausgangslage. Nach dem 0:2 gegen Argentinien und dem 3:1 gegen Jordanien steht bereits fest: Österreich kann in Gruppe J weder Erster noch Letzter werden.
Wie geht es weiter für die Rangnick-Truppe? Es bleiben nur noch zwei Szenarien übrig.
Schon ein Unentschieden gegen Algerien reicht David Alaba und Co. für den fixen Aufstieg als Zweiter ins Sechzehntelfinale. Österreich würde damit Platz zwei hinter Argentinien absichern und seine WM-Reise fortsetzen.
In Los Angeles würde am Donnerstagabend um 21 Uhr unserer Zeit Spanien warten. Der regierende Europameister steht vor dem Gewinn der Gruppe H, gilt als einer der größten Titelanwärter des Turniers. Sportlich wäre das wohl die schwierigste Aufgabe, die Österreich im ersten K.o.-Spiel erwischen kann.
Verliert Österreich hingegen gegen Algerien, rutscht die Rangnick-Elf auf Rang drei ab. Der Aufstieg wäre dann zwar noch nicht fix, die Chancen aber weiterhin sehr gut. Acht der zwölf Gruppendritten kommen ebenfalls weiter. Mit drei Punkten und einem aktuell ausgeglichenen Torverhältnis würde Österreich selbst bei einer knappen Niederlage gute Karten auf eines dieser Tickets besitzen.
Und genau hier beginnt das große Rechnen.
Der WM-Modus produziert insgesamt 495 verschiedene Konstellationen, aus welchen Gruppendritten das Sechzehntelfinale gebildet wird. Trotz dieser Vielzahl an Möglichkeiten läuft es für den Dritten der Gruppe J in den meisten Fällen auf ein Match in Vancouver hinaus.
Dort würde nach aktuellem Stand der Sieger der Gruppe B warten. In dieser kämpfen derzeit vor allem die Schweiz und Gastgeber Kanada um Platz eins. Auf dem Papier wäre das die deutlich angenehmere Auslosung.
Im ÖFB-Lager will man sich auf solche Gedankenspiele allerdings nicht einlassen. Rangnick verwies nach der Niederlage gegen Argentinien darauf, dass Österreich als letzte Mannschaft der gesamten Gruppenphase im Einsatz sein wird. Wenn der Ball gegen Algerien rollt, werden sämtliche anderen Gruppenspiele bereits beendet sein.
Österreich kennt dann genau, welches Ergebnis für den Aufstieg benötigt wird - und wohin die Reise bei der WM danach führt.