Trauriges Geständnis von Ex-Fußballprofi Rurik Gíslason! Der ehemalige isländische Nationalspieler verlor 2020 seine Mutter an Krebs. An ihrer Beerdigung konnte er nicht teilnehmen, weil ihn sein damaliger Verein SV Sandhausen zurück zum Training beorderte. Dabei hatte er seiner Mutter kurz vor ihrem Tod ein ganz besonderes Versprechen gegeben.
Im Sky-Format "Meine Geschichte" spricht der heute 38-Jährige über die schwerste Zeit seines Lebens. Seine Mutter Thóra litt an Leukämie. Als sich ihr Zustand dramatisch verschlechterte, reiste Gíslason mit Erlaubnis seines Vereins nach Island, um sich von ihr zu verabschieden.
"Ich war bei meiner Mama im Hospiz. Wir haben sogar zusammen die eigene Beerdigung geplant", erinnert sich der frühere Profi. Seine Mutter hatte einen ganz besonderen Wunsch: "Du bist stark, du bist mein Sohn. Ich möchte, dass du meinen Sarg aus der Kirche trägst." Gíslason versprach ihr, diesen letzten Wunsch zu erfüllen. Zwei Tage später starb sie.
Doch dann kam der Anruf aus Deutschland. Sandhausen verlangte, dass der Isländer wieder zum Training erscheint. "Du hast hier einen Vertrag und wir haben dir erlaubt, nach Island zu fliegen. Jetzt musst du aber zurück", soll ihm der Klub mitgeteilt haben. Gíslason fühlte sich unter Druck gesetzt und kehrte zurück.
"Ich hatte keine Wahl. Ich war sauer", erzählt der ehemalige Nationalspieler. Aus Angst vor möglichen Konsequenzen habe er sich nicht gegen die Anweisung gewehrt. Die Folge war für ihn besonders schmerzhaft: "Ich habe Mamas Beerdigung bei YouTube alleine zu Hause geguckt." Sein Versprechen, den Sarg seiner Mutter aus der Kirche zu tragen, konnte er damit nicht einhalten.
Rückblickend bereut Gíslason seine Entscheidung zumindest teilweise. Gleichzeitig erinnert er sich daran, dass seine Mutter vor allem eines wollte: "Meine Mama wollte, dass ich glücklich bin, dass ich lache." Wenig später endete seine Fußballkarriere. Anschließend startete der Isländer im Fernsehen durch und gewann 2021 mit Renata Lusin die RTL-Tanzshow "Let's Dance".