Schweigen beim FC Bayern! Nach dem unnötigen Platzverweis von Michael Olise in der Champions League steht eine mögliche Geldstrafe im Raum. Doch Sportvorstand Max Eberl hält sich bedeckt. Ob der französische Offensivstar sanktioniert wird, bleibt offen.
Olise hatte sich beim 3:3 gegen Norwegen-Klub Viking Stavanger einen folgenschweren Aussetzer geleistet. Beim Stand von 3:2 für die Münchner ließ sich der Franzose von Zlatko Tripic provozieren und warf seinem Gegenspieler den Ball gegen den Kopf. Der Schiedsrichter zeigte Gelb-Rot – völlig zurecht.
Trainer Vincent Kompany war nach dem Spiel sauer. "Die Rote Karte ist überblöd", schimpfte der Belgier. Auch Eberl hatte zunächst angekündigt, über eine mögliche interne Geldstrafe "in Ruhe" sprechen zu wollen. Eine konkrete Entscheidung macht der Bayern-Boss bislang aber nicht öffentlich. "Wir haben es intern besprochen und intern abgeschlossen. Damit ist die Sache für uns erledigt", so Eberl.
Rückendeckung bekommt Olise ausgerechnet von Bayern-Legende Lothar Matthäus. Der Rekordnationalspieler hält wenig von zusätzlichen Sanktionen. "Man sollte ihn jetzt nicht doppelt und dreifach bestrafen. Er weiß selber, was er falsch gemacht hat. Er muss einfach daraus lernen", erklärt Matthäus gegenüber RTL/Sky Sport.
Besonders deutlich wird der 65-Jährige beim Thema Geldstrafe: "Geldstrafen hin oder her – das ist Kindergarten." Schließlich habe sich Olise bereits selbst bestraft. Durch seinen Platzverweis fehlt der Offensivspieler im nächsten Champions-League-Spiel gegen Arsenal.
Während die Diskussion um Olise weitergeht, hält sich Eberl auch bei einem anderen Thema zurück. Berichte über eine angebliche Vertragsverlängerung von Harry Kane bis 2029 bestätigt er nicht. "Es sind gute Gespräche. Wir sind guter Hoffnung, aber es gibt noch nix zu verkünden", erklärt der Sportvorstand.