Der achte Sieg im neunten Bundesliga-Spiel hält Rapid Wien jedenfalls an der Tabellenspitze. Dank des Doppelpacks von Petter Nosa Dahl (5., 45+1.) und des späten Treffers von Jannes Horn (81.). Damit haben die Hütteldorfer 24 Punkte auf dem Konto und bei einem Spiel mehr sechs Zähler Vorsprung auf Red Bull Salzburg.
Zwar war nicht alles Gold, was glänzt, schwächelte Grün-Weiß phasenweise, hatte der Tabellenführer mit den kombinationsstarken Hartbergern so seine Probleme. Sie wankten aber nur leicht, der Sieg war letztendlich nie in Gefahr. Das machte auch Trainer Johannes Hoff Thorup durchaus stolz.
"Wir sind glücklich. Aber es gibt schon Dinge, die besser sein können. Das Positive, das ich den Jungs gesagt habe: Vor fünf Monaten wäre das ein Unentschieden gewesen. Oder vielleicht hätten wir sogar verloren. Aber jetzt haben wir es gewonnen", bilanzierte der dänische Trainer bei "Sky".
Richtig gejubelt hatte Hoff Thorup dann nach dem dritten Treffer durch Horn in der Schlussphase. Da fiel viel Druck ab vom Rapid-Trainer. Der Däne riss am Spielfeldrand erleichtert die Hände in die Luft, feierte ausgiebig. "Ich war nicht zufrieden, wie wir die zweite Halbzeit gespielt haben. Wenn wir hinter die Kette kommen können, müssen wir es tun. Wir hatten viel Ballbesitz, ohne effizient zu sein. Es war ein Jubel, der halb glücklich und halb böse war", schmunzelte der Rapid-Trainer.
Vielleicht war der Jubel auch deshalb so groß, weil Rapid-Coach Hoff Thorup gegen eine Art "Angstgegner" gewonnen hat. Die Oststeirer haben mit sechs Siegen zu drei Erfolgen der Hütteldorfer nämlich eine positive Bilanz im Allianz Stadion. Und der dänische Trainer hatte bisher in drei Spielen noch nicht gegen Hartberg gewinnen können. Dies gelang Hoff Thorup nun.
"Jetzt bleibt nur noch ein Gegner übrig", lachte der Trainer der Hütteldorfer dann – eine Ansage in Richtung Wiener Austria. Denn ausgerechnet die Veilchen sind nun der einzig verbliebene Klub in der österreichischen Bundesliga, gegen den Hoff Thorup noch nie gewinnen konnte. Diese Scharte soll dann schon bald ausgemerzt werden. Am 1. November steht das Große Wiener Derby auf dem Programm.