Der Zweitliga-Kracher zwischen dem FC Wacker Innsbruck und Austria Salzburg endete nicht nur mit einer bitteren Niederlage für die Hausherren, sondern auch mit heftigen Ausschreitungen. Nach dem 0:1 im ausverkauften Tivoli kam es zu gewalttätigen Szenen zwischen Fans und der Polizei.
Wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte, durchbrachen nach dem Schlusspfiff mehr als 150 größtenteils vermummte Wacker-Anhänger einen Begrenzungszaun. Ihr Ziel war es offenbar, die mitgereisten Salzburg-Fans anzugreifen. Dabei wurden auch Feuerwerksraketen in Richtung der Gästefans und der Einsatzkräfte abgefeuert.
Die Polizei musste einschreiten, um ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Fanlager zu verhindern. Dabei kamen auch Pfefferspray und Schlagstöcke zum Einsatz.
Doch auch außerhalb des Stadions beruhigte sich die Situation nicht. Die Auseinandersetzungen verlagerten sich in die Innsbrucker Innenstadt, wo es zu weiteren gewalttätigen Konfrontationen, Schlägereien und Angriffen auf Polizisten kam.
Die Bilanz des Polizeieinsatzes: Zwei Personen wurden wegen des Verdachts des Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen, drei weitere wegen des Verdachts des Raufhandels. Zusätzlich kam es zu neun kurzfristigen Verwaltungsfestnahmen.
Insgesamt erstattete die Polizei 21 Anzeigen, unter anderem wegen Anstandsverletzungen, Ordnungsstörungen, aggressiven Verhaltens und Verstößen gegen das Vermummungsverbot.