Das West-Derby in der 2. Liga ist zurück. Es sorgte für große Emotionen in Österreichs Fußballwelt. Und mündete in einem Skandal. Denn in der aufgeheizten Stimmung vor über 16.000 Fans am Innsbrucker Tivoli hatte Austria-Salzburg-Trainer Schaider einen Becher ins Gesicht geworfen bekommen.
Ein Cut an der Nase war bei Salzburg-Trainer Schaider deutlich sichtbar gewesen. Trotzdem stellte sich der Trainer dem Interview im ORF. Und sprach den unschönen Vorfall schonungslos an. Dieser habe sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff ereignet, als er sich kurz zur Tribüne gedreht hatte, um mit Fans abzuklatschen. Dann sei der Becher schon geflogen gekommen. Von einem Kind, wie er meinte.
"Ich möchte schon noch etwas sagen: Die Stimmung war top. Aber wir müssen in unserer Gesellschaft ein bisschen umdenken. Denn wenn Kinder im Stadion dem Trainer der Gästemannschaft einen Becher ins Gesicht schmeißen, dann ist irgendetwas falsch in unserer Gesellschaft. Das hat am Fußballplatz nichts verloren", ärgerte sich der Austria-Salzburg-Trainer.
"Da müssen die Kinder anders erzogen werden", fügte er an. "Wir leben auf dem Platz vor, was Fair Play ist. Ich erwarte mir das von allen in diesem Stadion. Das ist ein nicht würdiger Abschluss für dieses Spiel", ärgerte sich Schaider.
ORF-Moderator Oliver Polzer fragte dann, ob es denn der Becher gewesen sei, der die kleine Wunde an der Nase hinterlassen habe. "Genau das ist es. Es ist äußerst bedenklich", so Schaider.
Sportlich setzte sich Austria Salzburg dank des Siegtreffers von Christian Gebauer in der 52. Minute mit 1:0 durch.