Österreichs U17-Nationalteam hat bei der WM im vergangenen Jahr das ganze Land begeistert, erreichte sensationell das Finale, das ging gegen Portugal dann aber verloren. Trotzdem: Der ÖFB-Nachwuchs ist Vizeweltmeister. Vielen wird eine große Zukunft vorausgesagt.
Grund genug für Österreichs Fußball-Nationalteam, einen Anlauf zu unternehmen, um ein Fußball-Spektakel in drei Jahren nach Österreich zu holen: die Europameisterschaft 2029. Bei der einige der U17-Helden auch zum Einsatz kommen könnten.
Der ÖFB gab mittlerweile hochoffiziell die Bewerbungsunterlagen bei der UEFA ab, es wird ein Duell mit Spanien, dem Ausrichter der WM 2030, erwartet. Jedenfalls würde ein Zuschlag das größte Fußballfest im Land seit der EM 2008 bedeuten.
Dafür hat der ÖFB acht Stadien genannt: das Franz-Horr-Stadion (FK Austria Wien), das Weststadion (SK Rapid), das Stadion St. Pölten (SKN St. Pölten), das Donauparkstadion (FC Blau-Weiß Linz), die Oberösterreich Arena (LASK), die Innviertel Arena (SV Ried), das Tivoli Stadion Tirol (FC Wacker Innsbruck, WSG Tirol) und das Stadion Schnabelholz (SCR Altach)
Doch genau das passt dem harten Kern der Rapid-Fans so gar nicht, wie der "Block West" mit einem Transparent während des Heimspiels gegen Hartberg am Freitagabend klarmachte. "Scheiß U21-EM 2029! In Hütteldorf nur Rapid!", stand auf dem Transparent, das der Anhang während der ersten Halbzeit entrollte. Die Rapid-Fans stören sich wohl daran, dass dann andere Mannschaften im Stadion spielen würden. Dass es sich dabei um eine Nachwuchs-Europameisterschaft und keine Klub-Spiele handelt, scheint da egal zu sein.
Ob es Gehör beim ÖFB findet? Wohl kaum...