In Dortmund stockt der Motor gewaltig. Nach der 0:1-Niederlage in der Champions League gegen Bodö/Glimt kommt das Team von Niko Kovac gegen Union Berlin in der Bundesliga nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Trotz spielerischer Überlegenheit über weite Strecken der Partie kam der BVB nicht zu zwingenden Torchancen.
Besonders bitter verlief der Abend für ÖFB-Star Marcel Sabitzer. Der österreichische Mittelfeldspieler schmorte 90 Minuten auf der Bank. Genauso wie Leopold Querfeld auf der Seite von Union. Der Wiener Innenverteidiger verlor in der Saison sein "Leiberl" in der Innenverteidigung. Christopher Trimmel (76.) kam für die Schlussminuten in die Partie.
Der Dorfklub aus Elversberg überrannte die sichtlich überforderten Augsburger in der ersten halben Stunde der Partie. Lukas Petkov (4.) verwertete den Abpraller seines eigenen Elfmeters. Lasse Günther legte per Kopf (7.) drei Minuten später nach und Maximilian Rohr (28.) stellte die zwischenzeitliche 3:0-Führung des Aufsteigers her.
Die Augsburger, die den Bayern zuletzt ein Unentschieden abgeknöpft hatten, wirkten phasenweise überfordert – kamen dennoch spät in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer. Kapitän Fabian Rieder verwertete einen Elfmeter zum 1:3.
In der zweiten Hälfte wurde es dann noch wilder: ÖFB-Star Michael Gregoritsch kam zur Halbzeit in die Partie und verkürzte in der 76. Spielminute per Elfmeter auf 2:3. In den Schlussminuten drückten die Gäste noch einmal auf den Ausgleich. Frederik Schmahl (89.) erzielte zunächst aus Sicht von Elversberg das 4:2. Eine Minute später stellte Mert Kömür den alten Abstand allerdings wieder her, traf postwendend zum 3:4.
Währenddessen haben die Mentalitätsmonster aus Bremen einmal mehr einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Nachdem die Norddeutschen zuletzt gegen Dortmund einen Zwei-Tore-Rückstand noch in ein Unentschieden drehen konnten, gelang dem Team rund um die ÖFB-Stars Marco Friedl und Marco Grüll dieses Kunststück gegen den Aufsteiger aus Paderborn erneut. Stefano Marino (18.) und Steffen Tigges (30.) sorgten für die schnelle 2:0-Führung der Gäste.
In der zweiten Halbzeit wendete sich jedoch das Blatt. Das hatte Werder vor allem einem Mann zu verdanken: Rückkehrer Niclas Füllkrug. Der Stürmer traf innerhalb von sechs Minuten (59., 65.) doppelt und glich aus. In den Schlussminuten drückte das Heimteam dann sogar noch auf den Siegtreffer – allerdings ohne Erfolg.
Miron Muslic verlor mit Maxi Wöber und Junior Adamu (beide ab der 71. Minute) gegen die starken Mainzer mit den ÖFB-Stars Stefan Posch und Philipp Mwene. Für die Königsblauen war es nach dem späten 1:2 gegen Freiburg die nächste knappe Niederlage in der Bundesliga. Stürmer Phillip Tiez (24.) ließ einen Stanglpass am ersten Pfosten gekonnt über den Rist ins lange Eck laufen und sorgte damit für den Sieg der Mainzer.