Noch nie seit Beginn der Messungen war es in Wien so heiß wie am Sonntag. Mit 39,7 Grad fiel der bisherige Allzeitrekord.
Ebenso in Deutschland: der erst am Samstag aufgestellte Rekord von 41,5 Grad wurde gegen 15 Uhr wieder eingestellt, und die Werte stiegen weiter! Um 16 Uhr waren es schon 41,7 Grad.
Auch in Tschechien wurde der alte neue Rekord vom Vortag wieder gebrochen. 41,1 Grad an der Wetterstation Doksany markieren zudem das erste Mal in der tschechischen Messgeschichte, dass 41 Grad erreicht wurden. Auch der Wetterdienst ČHMÚ hatte einen bedrückenden Nachsatz parat: "Das ist noch nicht das endgültige Maximum."
Trotz der inzwischen unzähligen Rekorde in ganz Europa gibt es immer noch einige, die behaupten, dass solche Temperaturen ja ganz normal wären. "Ist halt Sommer" und "Da ist es heiß", ist immer in Kommentarsektionen und Sozialen Medien wieder zu lesen.
Die Meteorologen der Unwetterzentrale UWZ halten entschieden dagegen: Normale Temperaturen? "Nein, sind es nicht."
"Betrachtet man nämlich das langjährige Klimamittel, so liegen die durchschnittlichen Höchstwerte an einem 28. Juni etwa zwischen 20 Grad in den Hochtälern der Alpen und knapp 27 Grad im östlichen Flachland", erklärt Nikolas Zimmermann.
Zwischen 1961 und 1990 war noch etwas ganz anderes normal. Am Samstag war ganz Österreich durchschnittlich 9,0 Grad (!) wärmer als das statistische Klimamittel von damals.