Streik legt Anlage lahm

Gasleitung lahmgelegt – Streit um Geld eskaliert

Im Streit um den Kollektivvertrag haben Beschäftigte im Chemiepark Linz den zentralen Leitstand heruntergefahren. Mehrere Betriebe sind betroffen.
Österreich Heute
04.06.2026, 19:16
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Der Streit um die Gehälter in der Chemiebranche spitzt sich weiter zu. In der Nacht auf Donnerstag haben Beschäftigte im Chemiepark Linz eine weitreichende Streikmaßnahme gesetzt.

Laut Gewerkschaft GPA wurde der zentrale Leitstand der Anlage heruntergefahren. Dadurch wurde auch die Erdgaszuleitung unterbrochen. Die Folge: Der Beginn der Produktionskette im Chemiepark steht still.

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Mehrere Unternehmen betroffen

Von der Maßnahme sind mehrere Unternehmen im Chemiepark betroffen. Der Leitstand gilt als Kontrollzentrale für die ersten chemischen Produktionsabläufe.

Besonders schwer wiegt der Ausfall bei der Düngemittelproduktion. Erdgas ist dort ein wichtiger Grundstoff. Durch die Unterbrechung kommt die Herstellung vorerst zum Stillstand.

Obwohl nur eine Schicht lang gestreikt wird, sind die Folgen deutlich größer. Laut Gewerkschaft kann die Produktion nicht sofort wieder anlaufen. Nach dem Streik müssen zunächst Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Das Hochfahren der Anlagen soll mehrere Tage dauern.

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Die GPA spricht von einer Störung der Produktionsabläufe und einer Verknappung von Grundstoffen.

Gewerkschaft droht mit weiteren Maßnahmen

Hintergrund des Konflikts sind die festgefahrenen Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten der Chemiebranche.

Die Arbeitnehmerseite fordert ein Lohn- und Gehaltsplus von drei Prozent. Die mittlerweile siebente Verhandlungsrunde wurde am Mittwoch nach 14 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen.

"Unser Vorgehen ist die Reaktion auf das unverschämte Angebot der Arbeitgeber. In sieben Runden kein einziges annehmbares Angebot vorzulegen, führt zu entsprechenden Reaktionen bei den Beschäftigten", sagte GPA-Oberösterreich-Geschäftsführer Wolfgang Gerstmayer.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Juni angesetzt. Bis dahin hat die Gewerkschaft weitere befristete Streiks angekündigt.

Auch unbefristeter Streik möglich

Sollte es auch in der kommenden Verhandlungsrunde keine Einigung geben, könnte der Arbeitskampf noch deutlich ausgeweitet werden. Laut Gewerkschaft sind weitere Streiks in anderen Betrieben geplant. Je nach Verlauf der Gespräche sei auch ein unbefristeter Streik möglich.

Von den Verhandlungen betroffen sind rund 230 Unternehmen der Chemischen Industrie. Sie produzieren unter anderem Pharmazeutika, Kunststoffe, Lacke, Düngemittel sowie organische und anorganische Chemikalien.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.06.2026, 17:13, 04.06.2026, 19:16
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