GECKO-Bericht enthüllt – Corona-Sinkflug bald vorbei

Diese Woche tagte wieder die GECKO-Kommission unter der Leitung von Dr. Katharina Reich und Generalmajor Rudolf Striedinger.
Diese Woche tagte wieder die GECKO-Kommission unter der Leitung von Dr. Katharina Reich und Generalmajor Rudolf Striedinger."Heute"-Montage: FLORIAN WIESER / APA / picturedesk.com
Mit dem Rückgang der Corona-Zahlen dürfte es bald vorbei sein, befürchtet die GECKO-Kommission. Denn eine Omikron-Infektion schützt nicht vor BA.4.

Anfangs noch wöchentlich, tritt das erst heuer zusammengestellte Experten-Gremium GECKO mittlerweile nur noch alle zwei Wochen zusammen. Schon im April wurde die Kommission bekanntlich nicht in die Pläne zu den Lockerungen eingebunden, wohl auch deswegen kündigte Gesundheitsminister Johannes Rauch eine "Straffung der Beratergremien" an.

Nichtsdestotrotz veröffentlich GECKO weiter auf der Seite des Bundeskanzleramts "Executive Reports", gibt darin Prognosen ab und beurteilt die aktuellen epidemiologischen Entwicklungen. Dieses Wochenende war es wieder so weit.

Ernüchternde Prognose

Dass die Corona-Zahlen nicht mehr so rasant sinken wie das vor einigen Wochen noch der Fall war, ist kein Geheimnis mehr. In der kommenden Woche wird der Trend wohl weiter in Richtung Stagnation gehen. "Die Prognose geht von einem allmählichen Übergang in eine konstante Fallentwicklung aus", heißt es im GECKO-Report dazu.

Etwas stärker wird der Rückgang allerdings auf den Spitälern sein. Nichtsdestotrotz sieht es aktuell nicht nach einem "Sommer wie damals" aus. Selbst 2021 gab es im Juli und August "nur" an die 4.000 aktive Corona-Fälle, aktuell sind es mehr als zehn Mal so viele. Wohl auch deswegen legte sich Gesundheitsminister Rauch bereits fest: Die Maskenpflicht bleibt zumindest bis 8. Juli.

Immerhin: Derzeit gibt es keine Berichte über Probleme in versorgungskritischen Bereichen wie Energieversorgung, Lebensmittelhandel, öffentlicher Verkehr oder in den Krankenhäusern. Die derzeitige Phase nutzt man hauptsächlich, um sich auf den Herbst vorzubereiten. GECKO sei hierbei wieder "vollinhaltlich eingebunden".

5. Welle droht

Die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 haben in Südafrika, wo gerade Winter ist, bereits zu einer 5. Welle geführt. "Epidemiologische Daten suggerieren einen klaren Wachstumsvorteil", zeigen sich die Experten beunruhigt.

Der Ursprung der Variante sei noch unklar, eines scheint aber Gewiss: Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass eine überstandene Omikron-Infektion "nicht ausreichend" vor einer Infektion mit BA.4./BA.5 schützt. In Wien gibt es derzeit zumindest 36 Fälle, bald wird die Variante wohl auch bei uns dominant sein.

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