Alarm vor Schulstart

Gefahr am Schulweg: 91 Kinder im Vorjahr verletzt

Kurz vor Schulbeginn wird aktuell gewarnt: Im Vorjahr stieg in NÖ die Zahl der Schulwegunfälle erneut deutlich an.
Victoria Carina  Frühwirth
29.08.2026, 19:00
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In rund eineinhalb Wochen beginnt in Niederösterreich wieder die Schule. Für Eltern und Kinder gibt es kurz davor alarmierende Zahlen: Die Zahl der Schulwegunfälle ist bereits das dritte Jahr in Folge gestiegen.

Zahl der Schulwegunfälle nimmt zu

2025 wurden in Niederösterreich bei 85 Schulwegunfällen 91 Kinder verletzt – also fünf Verletzte mehr als noch 2024. 74 Kinder kamen mit leichten Verletzungen davon, 17 wurden schwer verletzt. Einen tödlichen Schulwegunfall gab es im Vorjahr zum Glück nicht.

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So viele Schulwegunfälle wie im Vorjahr hatte es zuletzt 2018 gegeben. Damals wurden 93 Unfälle mit insgesamt 100 verletzten Kindern gezählt.

30 Kinder zu Fuß angefahren

Besonders gefährdet sind Kinder, die ihren Schulweg zu Fuß zurücklegen. 30 Kinder wurden im Vorjahr als Fußgänger angefahren und verletzt. 14 Kinder verunglückten mit dem E-Scooter, zwölf mit dem Moped und ebenfalls zwölf mit dem Bus.

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Zehn Kinder wurden als Insassen eines Pkw verletzt, acht waren mit dem Fahrrad und drei mit einem Roller unterwegs.

Auffällig ist auch der Unterschied zwischen Buben und Mädchen: 63 Prozent der verletzten Kinder waren Buben, 37 Prozent Mädchen.

Tempo 30 soll Schulwege sicherer machen

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert vor allem in Städten und Gemeinden zusätzliche Maßnahmen. Dazu zählen übersichtliche Straßenübergänge, breitere Gehwege, ein besser ausgebautes Radwegenetz und weniger Tempo im Ortsgebiet.

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"Tempo 30 statt 50 halbiert den Anhalteweg, verhindert Unfälle und erhöht die Verkehrssicherheit", erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Gerade Autofahrer müssen rund um Kinder besonders aufmerksam sein. Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Will ein Kind erkennbar eine Straße überqueren, muss ihm das auch dort ermöglicht werden, wo kein Schutzweg vorhanden ist.

Schulweg schon jetzt üben

Eltern von Schulanfängern sollten die verbleibenden Ferientage laut VCÖ nutzen, um den Schulweg mehrmals gemeinsam abzugehen. Das gilt auch für Kinder, die im Herbst die Schule wechseln.

Empfohlen wird eine Route mit möglichst wenig Autoverkehr und wenigen Straßenüberquerungen. Problemstellen wie schlechte Sicht durch parkende Fahrzeuge sollten der Gemeinde und der Schule gemeldet werden.

Zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule zu kommen, bringt noch einen weiteren Vorteil: Kinder sammeln Erfahrung im Straßenverkehr und bekommen gleichzeitig regelmäßig Bewegung.

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