Mittelmeerfruchtfliege

Gefräßiger "Superschädling" bedroht unser Obst

Sie befällt über 350 Fruchtarten: Die Mittelmeerfruchtfliege breitet sich aus - Wissenschaftler schlagen Alarm.
Heute Life
09.06.2026, 10:52
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Wo sich ihre Larven durchs Fruchtfleisch fressen, werden Äpfel, Pfirsiche und Co. richtig matschig. Ein großer Befall könnte für Obstbauern zum Desaster werden.

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg in Karlsruhe hat die Tiere genau im Visier. Anders als ihr Name vermuten lässt, stammt die Mittelmeerfruchtfliege aus den östlichen Gebieten von Subsahara-Afrika.

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Wie utopia.de unter Berufung auf dpa berichtet, macht ein Detail das Insekt zum "Superschädling": "Sie stürzen sich im Grunde auf alle Früchte", sagt Doris Betz vom LTZ. Mehr als 350 mögliche Wirtspflanzen sind bekannt - darunter Zitrusfrüchte, Stein- und Kernobst sowie Gemüse wie Paprika.

2023 kam es zu massivem Auftreten

Die Mittelmeerfruchtfliege ist in Deutschland seit den 1930er Jahren bekannt. Bislang war ihr Aufkommen meist örtlich und zeitlich begrenzt. Doch 2023 tauchten die Fliegen in Süddeutschland massiv und weit verbreitet auf und befielen Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche und Kakis.

"Wir hatten Befallsmeldungen aus allen Anbauregionen in Baden-Württemberg", erklärt die Expertin. Auch Teile Bayerns waren betroffen.

Klimawandel verschiebt die Grenze

Die Weibchen legen im Schnitt 300 Eier pro Tier unter die Schale heranreifender Früchte - manchmal bis zu 1.000. Die bis zu neun Millimeter langen Larven fressen sich durchs Fruchtfleisch.

Größere Populationen kommen derzeit bis zu einem Breitengrad auf Höhe Nordgriechenlands vor. "Die Grenze verschiebt sich mit dem Klimawandel immer mehr nach Norden", warnt Betz. Allerdings würde es noch lange dauern, bis sich die Fliegen in unseren Breiten vollends etablieren. "Es besteht also erst einmal kein Grund zu Panik."

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