Diskussion um Corona-Hilfen

"Geh doch arbeiten!" – Üble Hetze gegen Schlagerstar

Erst Angst vor dem finanziellen Ruin, jetzt heftige Anfeindungen im Netz! Marina Marx wird nach ihrem emotionalen Hilferuf mit Hass überschüttet.
25.10.2026, 10:57
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Damit hat Marina Marx (36) wohl nicht gerechnet. Vor wenigen Tagen machte die Schlagersängerin ihre finanziellen Sorgen öffentlich. Knapp 13.000 Euro an Corona-Hilfen könnten zurückgefordert werden. Die Musikerin sprach offen über ihre Existenzängste und bat um eine faire Prüfung ihres Falls.

Doch statt ausschließlich Unterstützung zu bekommen, muss sich Marx nun auch mit heftigen Anfeindungen auseinandersetzen. Besonders schockierend: Einige Nutzer sollen ihr sogar nahegelegt haben, sich zu prostituieren, um ihre Schulden zu begleichen.

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"Geh doch einfach arbeiten!"

In einem neuen Instagram-Beitrag rechnet die Sängerin mit ihren Kritikern ab. Einen Satz habe sie in den vergangenen Tagen besonders häufig lesen müssen: "Geh doch einfach arbeiten!"

Für Marx ist dieser Vorwurf völlig unverständlich. Schließlich habe sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet. Schon während ihrer Ausbildung und ihres Studiums verdiente sie eigenes Geld. Später war sie unter anderem als Friseurin, im Büro, im Lager, in der Montage und als Berufsschullehrerin tätig.

Besonders getroffen haben sie allerdings die persönlichen Beleidigungen und die Aufforderungen, sich ihren Lebensunterhalt auf entwürdigende Weise zu verdienen.

"Kritik ist das eine. Respektlosigkeit das andere", stellt Marx klar.

Trotz Silbereisen-Auftritten nicht reich

Die 36-Jährige räumt außerdem mit einem weitverbreiteten Vorurteil auf. Nur weil sie regelmäßig in großen TV-Shows auftritt, bedeutet das noch lange nicht, dass sie finanziell ausgesorgt hat.

"Sichtbarkeit ist eben nicht gleich Einkommen", betont die Musikerin.

Marx stand bereits bei Florian Silbereisen auf der Bühne, war im "ZDF-Fernsehgarten" zu sehen und veröffentlichte sogar ein Duett mit Nino de Angelo. Trotzdem kämpft sie nun mit finanziellen Sorgen.

Der Grund liegt Jahre zurück: Kurz bevor die Corona-Pandemie ausbrach, wagte sie den Schritt in die vollständige Selbstständigkeit als Musikerin. Dann wurden Konzerte abgesagt, Auftritte gestrichen und Einnahmen blieben aus.

Die staatlichen Hilfen sollten damals ihre Existenz sichern. Nun droht die Rückzahlung.

Jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer

Immerhin gibt es inzwischen auch erfreuliche Nachrichten. Nach ihrem öffentlichen Hilferuf hat sich laut Marx die baden-württembergische Förderbank L-Bank bei ihr gemeldet und angeboten, ihren Fall noch einmal gründlich zu prüfen.

Parallel dazu lässt die Sängerin die Rechtmäßigkeit der Rückforderung anwaltlich untersuchen. Ob sie tatsächlich die gesamte Summe zurückzahlen muss, ist damit weiterhin offen.

Marx stellt jedenfalls klar, dass sie keine Sonderbehandlung erwartet. Sie möchte lediglich, dass ihre persönliche Situation fair beurteilt wird.

red, 25.10.2026, 10:57
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