Er soll UNO-Chef werden

Geheimer Trump-Plan um Viktor Orban aufgetaucht

Donald Trump soll Viktor Orban als neuen UNO-Chef ins Spiel gebracht haben. Doch Russland widerspricht den Berichten über die Pläne.
27.10.2026, 10:33
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Nach seiner Abwahl als ungarischer Ministerpräsident könnte Viktor Orban schon bald für ein internationales Spitzenamt infrage kommen. US-Präsident Donald Trump soll den langjährigen Regierungschef für die Nachfolge von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres ins Spiel gebracht haben. Doch aus Russland kommt bereits Widerspruch.

Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) am Sonntag berichtete, soll Orban von US-amerikanischer Seite zu einer Bewerbung ermutigt worden sein. Trumps Vorstellung sei demnach, den Ungarn mit Unterstützung Russlands und Chinas an die Spitze der Vereinten Nationen zu bringen. Der derzeitige UNO-Chef Guterres scheidet Ende Dezember aus dem Amt.

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Orban zögert noch

Für den ehemaligen Ministerpräsidenten wäre der Posten eine politische Rückkehr nach seiner Wahlniederlage im April. Damals musste sich seine rechtsnationale Fidesz-Partei dem Herausforderer Peter Magyar und dessen TISZA-Partei deutlich geschlagen geben.

Orban verfügt über gute Kontakte nach Washington, Moskau und Peking. Besonders eng gilt sein Verhältnis zu Russland. Zu den Berichten über seine mögliche Kandidatur hat er sich bislang allerdings nicht offiziell geäußert.

Laut "WSJ" soll der Ungar durchaus Interesse an dem Amt haben. Eine Bewerbung komme für ihn jedoch nur infrage, wenn er sich realistische Chancen auf den Posten ausrechnen könne. Vor allem Frankreich und Großbritannien könnten seine Pläne durchkreuzen.

Moskau erteilt Absage

Allerdings stellt Russland die Berichte bereits infrage. Vizeaußenminister Alexander Alimow erklärte, dass weder sein Land noch die Vereinigten Staaten oder China Orban offiziell für die Nachfolge von Guterres vorschlagen würden.

Darüber berichtete das ungarische Portal Telex.hu unter Berufung auf Interfax. Demnach verweisen die drei Staaten auf die bisherige Gepflogenheit im UNO-Sicherheitsrat: Ständige Mitglieder bringen traditionell keine eigenen Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs ein.

red, 27.10.2026, 10:33