Ruth Moschner nimmt kein Blatt vor den Mund. Das beweist die deutsche TV-Moderatorin jetzt einmal mehr in einem Interview mit der "Gala". Darin spricht sie über ein Thema, das bei Frauen immer wieder für Diskussionen sorgt: den Kinderwunsch.
Denn die 50-Jährige hat keine eigenen Kinder. Und das ist für sie keineswegs ein Grund zur Traurigkeit. Ganz im Gegenteil.
Besonders die Freiheit im Alltag weiß Moschner zu schätzen. Sie kann spontan entscheiden, wann sie schlafen geht, was sie isst oder wie sie ihre Freizeit verbringt.
Manchmal wird ihr das sogar schon beim Aufwachen bewusst.
"Manchmal wache ich auf und denke: Geil, ich habe keine Kinder und kann ausschlafen", erzählt sie lachend im Interview.
Dabei legt die Moderatorin großen Wert auf eine sprachliche Unterscheidung: Sie bezeichnet sich nicht als "kinderlos", sondern ganz bewusst als "kinderfrei". Denn für sie bedeutet ein Leben ohne eigene Kinder keinen Verzicht.
Moschner hinterfragt auch die gesellschaftliche Vorstellung, dass Mutterschaft automatisch zur Erfüllung eines Frauenlebens gehöre. Immer wieder werde Frauen vermittelt, dass es besonders selbstlos sei, ein Kind zur Welt zu bringen. Diese Sichtweise teilt die Moderatorin nicht.
Sie findet vielmehr, dass Kinder nicht mit der Erwartung geboren werden sollten, ihrem Elternteil einen Lebenssinn geben zu müssen. Für Moschner steht fest: Jede Frau sollte selbst entscheiden dürfen, ob sie Mutter werden möchte oder nicht.
Dass die 50-Jährige keine eigenen Kinder möchte, bedeutet allerdings nicht, dass sie mit Kindern nichts anfangen kann. Ganz im Gegenteil: Moschner ist Patentante und hat nach eigenen Angaben ein besonders enges Verhältnis zu ihrer Patentochter.
Sie möchte für junge Menschen eine verlässliche Ansprechpartnerin sein, ohne dafür selbst Mutter werden zu müssen.
Auch Menschen ohne eigene Kinder könnten schließlich einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten.
Schon im vergangenen Jahr hatte Moschner mit einem humorvollen Instagram-Video über die Vorzüge ihres kinderfreien Lebens für Gesprächsstoff gesorgt.
Darin schwärmte sie unter anderem von spontanen Reisen, Shoppingtouren und gemütlichen Fernsehabenden.
Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus: Während viele Nutzer ihre Offenheit begrüßten, kritisierten andere ihre Darstellung.