Unbezahlte Rechnungen

Gericht pfändet Luxus-Auto von Skandalroyal Marius

Eigentlich kümmert sich die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit um die Finanzen ihres Sohnes, doch nun macht ihm eine Rechnung Ärger.
20 Minuten
03.10.2025, 08:27
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Auf Marius Borg Høibys (28) Namen sind insgesamt fünf Autos zugelassen, für eines hat der 28-jährige Skandalroyal allerdings seit Längerem seine Versicherung nicht mehr bezahlt. Ein Gerichtsvollzieher in Oslo hatte im Auftrag des Autoversicherungsverbands TFF versucht, den offenen Betrag von rund 1800 Euro einzutreiben, was nicht gelungen ist.

Darum hat das Gericht dem Versicherer nun ein Pfandrecht auf einen BMW von Marius zugesprochen, wie der norwegische TV-Sender TV2 berichtet. Es soll sich um eine "Luxus-Karosse" handeln, wie die "Bild" schreibt.

Falls er sein Auto verkauft, erhält TFF einen Anteil am Erlös. Zusätzlich muss der Sohn der Kronprinzessin Mette-Marit (52) für jeden Tag etwa 13 Euro zahlen, an dem sein Auto unversichert registriert ist. Allerdings darf er im Moment ohnehin nicht hinter dem Steuer sitzen, ihm wurde letztes Jahr auf Empfehlung eines Arztes der Führerschein entzogen, wie "Aftenposten" berichtet.

In einem früheren Polizeiverhör soll Marius ausgesagt haben, dass sich seine Mutter und sein Stiefvater um seine Rechnungen kümmern und ihm ein monatliches Taschengeld von circa 1700 Euro zahlen würden, wie die "Bild" schreibt. Die Zeitung spekuliert darum, ob die Königsfamilie ihren Skandalroyal fallengelassen hat.

Für Marius gehört das jedoch zu den kleineren Problemen, mit denen er sich zurzeit konfrontiert sieht. Im Februar 2026 muss er sich vor Gericht wegen 32 Anklagen verteidigen.

"Mehr als fünf Jahre Haft": Experte schätzt Strafmaß ein

Marius ist wegen vierfacher Vergewaltigung angeklagt worden. Zudem würden ihm weitere 28 Straftaten vorgeworfen, darunter tätliche Angriffe, erklärte die Staatsanwaltschaft im August. Dem Royal drohen bis zu zehn Jahre Haft.

"Es ist eine Höchststrafe, und die wird garantiert nicht überschritten. Aber er könnte durchaus eher bei zehn als bei zwei Jahren landen", erklärte der Experte Kjetil Kolsrud, Redakteur von Rett24 (eine norwegische Online-Zeitung, die sich vor allem an Juristen richtet), gegenüber NRK.

Es handle sich offensichtlich um eine schwerwiegende Anklage. Gleichzeitig betont Kolsrud gegenüber NRK, dass die Anklage das wiedergibt, was Polizei und Staatsanwaltschaft Marius zugeschrieben hätten. "Wir wissen, dass es insbesondere in Vergewaltigungsfällen eine hohe Freispruchsquote gibt, da die Beweislage oft schwierig ist", sagt der Experte und weist darauf hin, dass Mette-Marits Sohn des "Missbrauchs in engen Beziehungen" beschuldigt wird.

Dies sei schwer zu beweisen. "Die Spanne des wahrscheinlichsten Ergebnisses ist groß. Ich denke, dass wir mindestens mehr als fünf Jahre Haft erwarten können."

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